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News

Neues aus dem CVJM Sachsen

Wasser ist Leben

In den vergangenen heißen Tagen, mussten wir niemandem lange erklären, wie wichtig Wasser ist. Wenn die Hitze drückt, die Luft steht und der Boden trocken wird, spüren wir es deutlich: Wasser ist Leben. Ohne Wasser wird der Körper schwach, Pflanzen vertrocknen, alles gerät unter Druck.
Dahinein klingt der Monatsspruch für Juli:

"Es ströme aber das Recht wie Wasser und die Gerechtigkeit wie ein nie versiegender Bach."

Amos 5,24
Wasser ist hier kein zufälliges Bild. Jeder versteht: Wo Wasser fehlt, fehlt Leben. Und genauso ist es mit Recht und Gerechtigkeit. Wo Menschen übersehen, ausgenutzt oder an den Rand gedrängt werden, trocknet etwas aus. Da fehlt etwas von dem, was Gott sich für unser Zusammenleben gedacht hat.

Der Monatsspruch gehört zu einer Gerichtsrede, die der Prophet Amos im Auftrag Gottes an das Volk Israel richtet. Es sind Worte, die aufwecken sollen. Äußerlich war viel Gutes zu sehen: Gottesdienste, Lieder, Opfer, fromme Formate. Aber mitten in diesem Betrieb wurden Menschen übersehen, Arme ausgenutzt, Schwache an den Rand gedrängt. Gott sagt durch Amos klar: Ein Glaube, der nur schön klingt, aber nicht gerecht handelt, hat seinen Herzschlag verloren.

Der Monatsspruch erinnert uns daran: Gott sucht nicht zuerst perfekte fromme Programme. Er sucht Menschen, durch die sein Recht und seine Gerechtigkeit ins Fließen kommen, wie ein Bach, der nicht versiegt.

Was heißt das konkret? Gerechtigkeit beginnt oft unspektakulär. Da, wo ich nicht wegsehe. Wo ich frage: Wer kommt gerade nicht zu Wort? Wer bleibt außen vor? Wer braucht jemanden, der mitgeht und zuhört? Sie beginnt da, wo ich fair rede, großzügig handle und Menschen nicht abschreibe.

Im CVJM träumen wir davon, dass junge Menschen genau solche Orte erleben. Orte, an denen sie gesehen werden und aufatmen können. An denen ihnen jemand Mut zuspricht. An denen Gottes Liebe nicht nur behauptet, sondern spürbar wird.

Dafür möchte ich gerne mit vielen anderen im CVJM gemeinsam unterwegs sein.
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Wann wird’s mal wieder richtig Sommer?

Manchmal möchte man das gerade wirklich fragen. Morgens sieht der Himmel vielversprechend aus, mittags kommt Regen, nachmittags Wind, dazwischen vielleicht ein bisschen Sonne. Aprilwetter mitten im Sommer. Und jede Planung wird zur kleinen Herausforderung.

Man packt Regenjacke und Sonnencreme ein. Man plant draußen und braucht plötzlich einen Plan B. Man schaut in die Wetter-App und merkt: Verlässlich ist heute vor allem, dass sich alles ändern kann.

Vielleicht ist das Wetter gerade ein gutes Bild für unser Leben. Auch da ist nicht immer alles stabil, klar und sonnig. Gerade noch war alles überschaubar – und plötzlich muss umgeplant, neu gedacht oder improvisiert werden. In der Bibel heißt es:

Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde.

Prediger 3,1
Dieser Vers nimmt uns nicht die Unsicherheit. Aber er erinnert daran: Nicht jede Zeit ist gleich. Nicht jeder Tag muss Sommer sein. Es gibt Zeiten zum Planen und Zeiten zum Umplanen. Zeiten voller Leichtigkeit und Zeiten, in denen wir Geduld brauchen. Und mitten hinein sagt Jesus:

Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.

Matthäus 28,20
Alle Tage. Nicht nur die sonnigen. Nicht nur die gut geplanten. Nicht nur die, an denen alles gelingt.

Auch die Regentage. Auch die chaotischen Tage. Auch die Tage, an denen man zum dritten Mal etwas neu sortieren muss.

Vielleicht liegt darin eine große Entlastung: Wir müssen nicht auf perfekte Bedingungen warten, um zu vertrauen. Gott ist nicht erst da, wenn endlich alles stabil, schön und sommerlich ist. Er geht mit – gerade auch durch wechselhafte Zeiten.

Und vielleicht darf uns das gelassener machen. Wir dürfen planen, uns Mühe geben und Verantwortung übernehmen. Aber wir dürfen auch loslassen, wenn nicht alles in unserer Hand liegt.

Denn Wachstum geschieht nicht nur bei Sonnenschein. Manchmal braucht es auch Regen. Und manchmal entdecken wir gerade im Wechselhaften neu, worauf wirklich Verlass ist.

Gott ist da. Bei jedem Wetter. Alle Tage.
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Gott spricht: "Siehe, ich mache alles neu!"

Was für eine gewaltige Ansage - mitten im vorletzten Kapitel der Bibel! Dieser Vers steht im Buch Offenbarung 21,5 und ist sogleich die Jahreslosung für das Jahr 2026. Die Worte sind eingebettet in die große Verheißung, wie dieses Neue aussehen wird. Sie haben unzähligen Menschen schon Trost geschenkt:

"Er wird jede Träne abwischen von ihren Augen. Es wird keinen Tod und keine Trauer mehr geben, kein Klagegeschrei und keinen Schmerz.
Denn was früher war, ist vergangen." Ich freu mich so sehr auf diesen Moment – auf den Tag, an dem all die ungehörten Schreie und nicht enden wollenden Tränen dieser Welt verstummen müssen. Wie gut, dass die Welt nicht auf ein unbestimmtes Ende zugeht, sondern auf ein großartiges Ziel.

Diese Aussage ist aber nicht nur eine Vertröstung auf später, auch wenn sie manchmal der letzte Trost bleibt. Sie erinnert uns daran, dass Gott der Experte für Neuanfänge ist. Das beginnt schon auf den ersten Seiten der Bibel: Aus dem Nichts schafft er die Erde. Aus dem tohuwabohu (hebräisch für "Chaos") entsteht die Welt. Er spricht - und es geschieht. Zwischen diesen ersten und den letzten Seiten der Bibel stehen unzählige Geschichten von Menschen, die Gott erlebt haben als den, der Neues schafft. Der, der die Welt aus dem Chaos gerufen hat, kommt auch mit dem Chaos der Menschen zurecht, in das sie sich selbst und einander bringen. Zentral ist der Neuanfang, den Jesus möglich macht: "Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden." (2. Korinther 5,17)

Versöhnt mit Gott, angeschlossen an seine Kraft und Möglichkeiten, verändert sich das Betriebssystem unseres Lebens. Das hat vor allem etwas mit unserem Herzen zu tun – diesem hart umkämpften Ort. Unser Herz braucht beständige Erneuerung, damit es ein guter, heiler und befreiter Ort wird und bleibt, aus dem Gutes herausfließt. Erneuerte Herzen verändern Menschen. Und erneuerte Menschen verändern Gesellschaft. Auf diesem Weg entstehen starke und relevante CVJMs.

Die Jahreslosung ist auch eine Chance, uns als CVJM zu fragen: Wo brauchen wir Erneuerung? Wo halten wir fest an Strukturen, Abläufen, Traditionen, die einmal hilfreich waren, aber nicht mehr lebendig sind und tragen? Wenn Gott sagt: "Siehe, ich mache alles neu", dann gilt das auch uns als Bewegung. Er lädt uns ein, uns neu von Jesus formen zu lassen – in unserer Haltung, in unserer Leidenschaft, in unserem Blick auf junge Menschen.

"Siehe, ich mache alles neu" – das ist nicht nur ein Vers für die Ewigkeit. Es ist eine Einladung für heute. Gott schafft Neues - in uns, unter uns,
durch uns.

Ich wünsche uns, dass wir mit dieser Haltung und Hoffnung in das neue Jahr starten – offen dafür, wo Gott Neues schaffen will, auch mitten in unserem CVJM. 


Dieses Wort zur Jahreslosung für das Jahr 2026 wurde so erstmals im CVJM Magazin am 19. Dezember 2025 veröffentlicht - hier kannst du es kostenlos lesen!

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"Das Reich Gottes ist mitten unter euch."

Worüber hat Jesus als Erstes in der Öffentlichkeit gesprochen? Über das Reich Gottes: "Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe herbeigekommen" (Markus 1,15). Das Reich Gottes war der zentrale Inhalt seiner Verkündigung. Schnell wird deutlich: Damit ist kein Gebiet auf der Landkarte gemeint und auch kein politischer Herrschaftsanspruch.

"Das Reich Gottes ist mitten unter euch."

Lukas 17,21

Mit Jesus selbst kommt dieses Reich Gottes zu uns Menschen. Seine Nähe ist das Entscheidende. Denn in seiner Nähe wird Gottes Macht und Kraft erlebbar: Menschen werden heil – innerlich und äußerlich. Menschen bekommen durch Jesus eine neue Identität und werden frei von Bindungen, die sie kaputt machen. Mit Jesus beginnt ein großer Wiederherstellungsprozess, weil er Menschen mit Gott verbindet und sie so in das Leben hineinführt, für das sie geschaffen wurden.

Darum geht es bis heute. In der Pariser Basis wird das Ziel der CVJM-Arbeit beschrieben: "…das Reich ihres Meisters unter jungen Menschen auszubreiten." Das bedeutet bis heute, Menschen in die Nähe von Jesus einzuladen – damit sie in seiner Gegenwart erleben, wie er wiederherstellt, befreit, heilt und erneuert.

Es ist ein Privileg, für diesen König unterwegs zu sein und mitzuerleben, wie er – ganz anders als viele Herrscher dieser Welt – sein Reich baut: mit Barmherzigkeit und Hingabe, Frieden und Gerechtigkeit. Dafür will ich gerne im CVJM unterwegs sein, auf dem Weg hin zu dem himmlischen Königreich, in dem alles Bruchstückhafte und Unvollkommene aufhört. 

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Einladung zur Barmherzigkeit

Wenn bei dir ein Fremder in eurem Land lebt, sollt ihr ihn nicht unterdrücken

3. Mose 19,33

Eine aufgeladene Diskussion rund um das Thema Migration fordert unser Land heraus. Es geht um Zahlen, Gesetze, politische Strategien – der einzelne "Fremde" gerät dabei schnell aus dem Blick. Der Monatsspruch kann nicht alle migrationspolitischen Fragen klären, aber er zeigt eine Herzenshaltung, die Gott wichtig ist. Als Gott sein Volk ins verheißene Land führt, gibt er ihnen eine klare Anweisung: "Einen Fremden sollst du nicht bedrücken." Das hebräische Wort יָנָה (yanah) bedeutet "bedrücken, ausnutzen, schlecht behandeln". Das soll nicht geschehen. Doch Gott geht noch weiter: "und du sollst ihn lieben wie dich selbst" (Vers 34). Damit wird der Fremde zum "Nächsten", für den dieser Auftrag bereits im Vers 18 ausgesprochen wurde: "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst; ich bin der Herr".

Fremd sein – eine gemeinsame Erfahrung

Warum fordert Gott das? Weil sein Volk selbst Fremdheit erlebt hat: "Denn ihr seid auch Fremdlinge gewesen in Ägypten." (Vers 34) Wer selbst weiß, wie es sich anfühlt, fremd zu sein, kann mit Fremden anders umgehen.

Das betrifft auch uns. Paulus erinnert Christen an ihre eigene Fremdheitserfahrung: "Ihr wart Fremde und gehörtet nicht zur Gemeinde Israels. Die Zusagen, die Gott bei seinen Bundschließungen gemacht hatte, galten für euch nicht." (Epheser 2,12). Doch dann kam Jesus. Durch ihn sind wir nicht mehr Gäste und Fremde, sondern gehören zur Familie Gottes (Epheser 2,19) – mit allem Guten, das daraus für uns erwächst.

Kleine Zeichen der Barmherzigkeit

Danke, Gott, dass ich von dieser unverdienten Barmherzigkeit leben darf. Das motiviert mich, im Umgang mit Fremden kleine Zeichen dieser Liebe weiterzugeben – sei es ein freundlicher Blick, eine unterstützende Geste oder ehrliches Interesse an der Geschichte eines Menschen. 

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Mit Gott an meiner Seite: Der Weg ist das Ziel

Du wirst mir den Weg des Lebens zeigen. Vor dir ist Freude in Fülle, Wonne zu deiner Rechten ewiglich.

Psalm 16,11

In meiner Arbeit im Freiwilligendienst, in der Beratung und in der Begleitung von Menschen begegne ich immer wieder Menschen, die unterwegs sind. Sie brechen auf, suchen nach einem Ziel – und manchmal ist der Weg selbst das Ziel. Diese Formulierung begegnet mir oft. Denn Wege verlaufen selten gerade. Es gibt Stolpersteine, Unsicherheiten und Momente, in denen der nächste Schritt unklar ist.

Doch genau darum geht es auch in Psalm 16,11: Der "Weg des Lebens" ist mehr als ein physischer Pfad. Er führt uns nicht nur von A nach B, sondern ist ein Prozess – eine Reise voller Erfüllung, Wachstum und Freude. Dieser Weg ist lebendig. Er entfaltet sich Schritt für Schritt, mit jeder Entscheidung, die wir treffen.

In meiner Arbeit sehe ich, wie wichtig es ist, Menschen auf ihrem Weg zu begleiten. Jeder Mensch braucht Orientierung – und manchmal auch jemanden, der ein Stück mitgeht. Der Psalm erinnert uns daran, dass Gott diesen Weg zeigt. Und wir dürfen helfen, dass andere ihre Richtung finden.

Es geht nicht nur um das Ankommen. Die Freude liegt im Unterwegssein – in den kleinen Fortschritten, den Lernmomenten und den Begegnungen, die uns prägen. Manchmal zeigt sie sich in Herausforderungen, in einem tiefen Gespräch oder einfach in dem Wissen: Ich darf immer wieder neu anfangen.

Ich wünsche mir, dass der CVJM Sachsen ein Ort ist, an dem wir ermutigende Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter sind. Und ich wünsche dir Menschen an deiner Seite, die dich stärken und dir Raum zur Entfaltung geben.

In diesem Sinne: Lass uns mutig loslaufen!

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Näher als du denkst

 „Bin ich nur ein Gott, der nahe ist, spricht der HERR, und nicht auch ein Gott, der ferne ist?" Jeremia 23,23

Ja, möchte ich spontan auf die Frage antworten. Manchmal habe ich das Gefühl, Gott ist jetzt hier, ganz nah, und ein Zeichen seiner Gegenwart berührt mich. Dann gibt es Momente, die mich herausfordern: das Aushalten der Unbegreiflichkeit Gottes oder das Gefühl, dass er schweigt, wenn ich sein Reden oder Eingreifen so sehr herbeisehne – er scheint fern. Offen gestanden: Bei diesem Thema bleibe ich dauerhaft Lernender. Ich möchte Gottes Gegenwart nicht abhängig machen von meinen Emotionen oder der Erfüllung meiner Erwartungen an ihn. Ein Ausspruch von Evelyn Underhill (Theologin der anglikanischen Kirche) hilft mir etwas dabei:

„Wenn Gott klein genug wäre, um ihn zu verstehen, wäre er nicht groß genug, um ihn anzubeten."

Dann schaue ich etwas genauer hin und entdecke: Bei Jeremia geht es eigentlich um etwas ganz anderes. Kontext ist wieder einmal Trumpf:

„Bin ich etwa nur ein Gott, der in der Nähe ist?«, spricht der HERR. »Bin ich nicht auch ein Gott in der Ferne? Gibt es Schlupfwinkel, in denen sich ein Mensch verbergen könnte, sodass es mir nicht mehr möglich wäre, ihn zu sehen? Bin ich denn nicht überall, fülle ich nicht den Himmel und die Erde aus?" Jeremia 23,23-24

Die eigentliche Story bei Jeremia sind Gerichtsworte an falsche Propheten. Da sind Menschen, die von Gott reden, aber ihm nicht mehr zuhören. Die ihr Ding durchziehen und anderen Menschen nach dem Mund reden. Sie gehen davon aus, dass Gott das eh nicht mitbekommt. Jeremia erinnert sie daran, dass sie an dieser Stelle ihrem sehr kleinen Bild von Gott auf den Leim gehen und er sie zur Rechenschaft ziehen wird.

Das fordert mich heraus: Gibt es etwas, das ich am liebsten vor Gott verstecken will? Jeremia erinnert mich daran, dass das eh nicht funktioniert. Gott sei Dank braucht es das auch nicht, denn es gilt, was Albert Frey einmal treffend auf den Punkt gebracht hat:

„Jesus, dein Licht scheint voll Gnade und Wahrheit. Jesus, dein Licht scheint in unsre Dunkelheit. Jesus, durchdring uns mit Gnade und Wahrheit. Jesus, komm bring uns ins Licht." (Gnade und Wahrheit, Albert Frey)


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Wie ein Baum gepflanzt an Wasserbächen

 Im Psalm 1 wird ein Mensch beschrieben, welcher Lust und Freude am Wort Gottes hat und über diese Worte nachsinnt. Von diesem Menschen heißt es: „Er ist wie ein Baum, der nah am Wasser gepflanzt ist, der Frucht trägt Jahr für Jahr und dessen Blätter verwelken nicht."

Unsere Wälder haben in den letzten Jahren durch die Trockenheit sehr gelitten. Manche Hölzer sind sogar schon am Absterben. Häufig schauen wir auf die Baumkronen, bewundern die schönen Blüten und freuen uns an den reifenden Früchten. Diese sind nicht selbstverständlich.

Das Geheimnis liegt zu großen Teilen in der Wurzel begraben. Die Wurzel sorgt für Nährstoffe und Wasser. Sie ist unsichtbar, in der Erde vergraben. 

Was sind deine Nährstoffe und was macht dich lebendig?

Psalm 1 lädt uns dazu ein, Gottes Wort zu studieren und als Lebensquelle zu entdecken. Zu Ostern bin ich besonders an das Kreuzesgeschehen von Jesus erinnert. Er ist für uns gestorben und hat alle Gottesferne souverän ausgehalten. Am Ostermorgen erstrahlt die Osterfreude und die Auferstehungskraft kann als unbeschreibliche Nährquelle wirksam werden.

In Psalm 1 lesen wir auch, achtsam zu sein, sich dieser Quellen nicht berauben zu lassen. In diesem Sinne wünsche ich uns, dass wir immer wieder auf Menschen treffen, die uns durch Gottes Wort bestärken, lehren und Vorbild sind. Es ist eine Einladung, in Gemeinschaft zu glauben und allen Zweifel gut aushalten zu können.

Jetzt im Frühjahr können wir uns an den Blüten der Bäume erfreuen als Vorboten für die Früchte, die folgen werden. Es sind Boten einer verborgenen Lebensquelle.

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Bis hierher und weiter: Die Eben-Eser-Erinnerung

Beim Vorbereiten eines Seminars über das 1. Buch Samuel bin ich vor kurzem auf einen echten „Goldnugget-Vers" gestoßen:

„Da nahm Samuel einen Stein und stellte ihn zwischen Mizpa und Schen. Und er gab ihm den Namen Eben-Eser und sagte: Bis hierher hat der HERR uns geholfen." 1. Samuel 7,12

Die Story dazu ist schnell erzählt. Das Volk Israel befindet sich im Kampf mit den Philistern, die ihnen immer wieder das Leben schwer machen. Der Prophet Samuel setzt sich in dieser Situation für das Volk ein: „Dann schrie Samuel zum HERRN, dass er Israel helfen sollte …" (7,9) und kurz zusammengefasst - sie erleben die erhoffte Hilfe und besiegen die Philister. Dann stellt Samuel einen Stein mit dieser faszinierenden Inschrift auf: „Eben-Eser" – „Bis hierher hat der HERR uns geholfen."

Samuel setz diesen Stein als ein sichtbares Zeichen der Dankbarkeit und als Erinnerung an Gottes Hilfe und Treue. Das inspiriert mich. Immer wieder lese ich in der Bibel die Aufforderung, Dankbarkeit gegenüber Gott auszudrücken. Dabei bin ich mir sicher: Gott braucht nicht meine Dankbarkeit. Vielmehr benötige ich diese Haltung der Demut und Dankbarkeit, um mich daran zu erinnern, dass mein Leben von dem lebt, was Gott mir gibt und ermöglicht. Und ich möchte mich an Gottes konkrete Unterstützung und erhörte Gebete erinnern, wie Samuel es tat, denn solche Erinnerungen stärken mein Vertrauen in Gott für die Zukunft. Ich brauche diese Erinnerungen, weil ich sonst zu schnell vergesse. Es muss nicht unbedingt ein Stein sein, aber es ist eine Möglichkeit. Manchen hilft auch ein kleines Dankeheft, in das sie Erlebnisse mit Gott schreiben, oder kleine Klebezettel an wichtigen Stellen in der Wohnung verteilt.

Fragen zum Weiterdenken:
Wie drücke ich Dankbarkeit für Gottes Hilfe in meinem Leben aus?
Was sind die „Eben-Eser-Momente" in meinem Leben, die Meilensteine der Hilfe Gottes sind?



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Helau!

Ich grüße euch mit einem fröhlichen „Helau"! Na, was löst diese besondere Begrüßung in euch aus? Ich nehme an, einige lieben Fasching und genießen die fröhliche Stimmung, die bunten Kostüme und die lustigen Veranstaltungen. Andere hingegen können mit Fasching nicht viel anfangen und empfinden die Feierlichkeiten als übertrieben oder unnötig. Für viele ist wahrscheinlich die Zeit ab Aschermittwoch die wesentlich Interessantere. Die Fastenzeit steht vor der Tür. Traditionell denken wir beim Fasten oft an den Verzicht auf bestimmte Nahrungsmittel wie Fleisch, Süßigkeiten oder Alkohol. Aber Fasten kann so viel mehr sein!

Sich auf die Fastenzeit einzulassen, klingt erstmal durchaus herausfordernd. Trotzdem wissen wir alle, dass unser Alltag zeitlich viele Grenzen hat und wir selten mit den 24 Stunden gut auskommen. Manchmal ist es deshalb umso wichtiger, Raum zu schaffen und herauszufinden, was passiert, wenn ich etwas anders mache als bisher gewohnt. Beim Fasten geht es nicht darum, eine religiöse Pflicht zu erfüllen, in der Hoffnung, damit das eigene Seelenheil zu retten - diese Zeiten sind glücklicherweise vorbei. Sich gerade deshalb bewusst zu machen, was wir nach der Fastenzeit feiern, das lohnt sich auf jeden Fall. Die Fastenzeit ist zudem eine Chance, Gott mit Fragen zu begegnen und aufmerksam zuzuhören, was er uns sagen möchte. In Matthäus 6,16-18 steht, dass Fasten nicht dazu dienen sollte, vor anderen Menschen gut dazustehen, sondern dass es eine persönliche Angelegenheit zwischen uns und Gott ist und dass darin ein Schatz liegt. Für diejenigen unter euch, die eher skeptisch sind oder die wenig mit Fasten anfangen können, möchte ich ein Experiment vorschlagen: Nutzt diese Zeit als Gelegenheit, etwas kleines Neues auszuprobieren. Vielleicht nimmst du dir vor, jeden Tag einen kurzen Moment der Stille einzulegen, so eine 5-Minuten-Sache. 40 Tage sind eine überschaubare Zeit, um ein inspirierendes Buch zu lesen. Oder ihr könnt euch ein konkretes Ziel setzen - sei es, um mehr Dankbarkeit in den Blick zu nehmen oder beispielsweise dich und deine Mitmenschen bewusst mit einem liebevollen Blick zu betrachten. Wie bei vielen Dingen im Leben lohnt sich auch hier ein Blickwechsel: weg vom „ich muss" hin zum „ich will", weil in neuen Räumen Segensreiches entstehen kann.

In diesem Sinne wünsche ich euch allen eine gesegnete Fastenzeit! 

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Spieglein, Spieglein an der Wand …

„Seid Täter des Worts und nicht Hörer allein; sonst betrügt ihr euch selbst" Jakobus 1,22  

Manchmal ist man eine Weile auf der Suche nach einem guten Bild oder einer spannenden Story, um einen Bibelvers anschaulich zu machen. Beim Monatsspruch für Oktober wird das inspirierende Bild gleich im nächsten Vers mitgeliefert.

„Denn wer das Wort hört, aber nicht danach handelt, ist wie jemand, der sich im Spiegel betrachtet. Er schaut sich an, geht weg und vergisst sofort, wie er aussieht." (V 23-24).

Der Blick in den Spiegel ist Chance und Herausforderung. Er zeigt was ist, ohne Verzerrungen und Filter. Die Chance: Ich nehme die Tomatensoßenflecken nach dem Spagetti essen war und kann das in Ordnung bringen. Auch nach dem Aufstehen lohnt sich ein Blick in den Spiegel, bevor ich mich in die Öffentlichkeit begebe. Die kleine Herausforderung: Den Blick in den Spiegel aushalten (manchmal einen Moment schmerzhaft) und den Waschlappen zur Hand nehmen, um die Reinigungsaktion zu starten. Bleibt das aus, wird der Blick in den Spiegel wertlos.

Bibellesen ist immer wieder ein Blick in den Spiegel. Ich darf mich sehen und entdecken, wer ich in Gottes Augen wirklich bin. Das ist sehr oft ermutigend, manchmal aber eben auch herausfordernd, wenn ich spüre, hier ist eine Reinigungsaktion dran. Davor möchte ich nicht weglaufen, auch nicht auf den Spiegel schimpfen, sondern „Täter des Worts" sein. Wann hat dich Gott das letzte Mal persönlich beim Bibellesen herausgefordert etwas in deinem Leben anzupacken? Wie bist du damit umgegangen?

„Wir schauen der Wahrheit ins Auge, stellen uns in dein Licht. Wir halten dort aus durch Gnade, denn du verdammst uns nicht.
Du kennst unsre toten Winkel, siehst unsren blinden Fleck, berührst unsre wunden Punkte, nimmst unsre Ängste weg.

Jesus, dein Licht scheint voll Gnade und Wahrheit. Jesus, dein Licht scheint in unsre Dunkelheit.
Jesus, durchdring uns mit Gnade und Wahrheit. Jesus, komm bring uns ins Licht."

Albert Frey / © 2001 D&D Medien, D-88287 Grünkraut 

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Kleine Erinnerung

Raus aus dem Alltag und rein in den Urlaub. Oder in die Ferienfreizeit. Mal wo anders sein, es sich gut gehen lassen, unbeschwerte Zeit genießen, mit anderen Christen großartige Gemeinschaft erleben, einfach frei haben und Zeit mit Gott zelebrieren. Doch irgendwann ist er wieder da – der Alltag.
Neuanfänge: ein Klassenwechsel, ein Schulanfang, ein FSJ, ein Studium, eine Ausbildung, neue Herausforderungen am Arbeitsplatz, die Arbeit nach den Sommerferien. Vielleicht löst das auch in dem ein oder der anderen ein leichtes Unbehagen aus. Vielleicht gibt es die ein oder andere Sorgenfalte auf der Stirn. Vielleicht ist auch im Moment noch unklar, wie die kommende Zeit wird.

Kleine Erinnerung: 

Manchmal braucht es gerade im Alltag, bei allen ersten Schritten, Sorgenfalten, bei aller Konzentration aufs Sortieren und Neuordnen die bewusste Entscheidung, den Blick zum Himmel zu heben, um sich daran zu erinnern: Wir stehen unter SEINEM Schutz. Er sorgt für uns. Manchmal unerwartet, manchmal anders, als wir denken. Sein Angebot steht: jetzt und für immer!

Du, Gott der Anfänge, segne uns, wenn wir deinen Ruf hören, wenn deine Stimme uns lockt zu Aufbruch und Neubeginn.

Du, Gott der Anfänge, behüte uns, wenn wir loslassen und Abschied nehmen,

wenn wir dankbar zurückschauen auf das, was hinter uns liegt.

Du, Gott der Anfänge, lass dein Gesicht leuchten über uns, wenn wir vertrauend einen neuen Schritt wagen auf dem Weg unseres Lebens.

Du, Gott der Anfänge, segne uns.

Amen.

Seid gesegnet in all euren Neuanfängen und Umbruchszeiten,

eure Lydia Schädlich
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Kindsein feiern

1. Juni ist Kindertag: viele Kinderfeste werden gefeiert, Kinder erhalten besondere Aufmerksamkeiten und der Fokus fällt einmal mehr auf die Rechte von Kindern. Erwachsene und besonders Engagierte in der Kinder- und Jugendarbeit sind gefragt. Besonders schön ist, wenn man inmitten von allem Ideen schmieden, Projekte initiieren und gestalten spüren darf, wie das eigene Kind in einem wieder einmal wach wird.

Das ist auch in der geistlichen Dimension sehr wertvoll: Gott heißt Menschen, die ihm Vertrauen schenken, seine Kinder. Sie gehören zu ihm. Kindschaft heißt so unendlich viel.

Es heißt beispielsweise von den Eltern zu lernen. Die wirkungsvollste Lernmethode soll Nachahmen heißen. Jesus lädt uns ein, in seinem Sinne zu denken, fühlen und zu handeln.

Es heißt, eine sichere Base zu haben, ein Zuhause, wo ich Schutz und Versorgung erhalte, Geborgenheit und Zuspruch erfahre, Ermutigung und Motivation erlebe. Dieser Aspekt erscheint mir zunehmend an Relevanz zu gewinnen in einer Zeit, in welcher wir Krisen in der Dauerschleife erleben. Gut, achtsam mit Kindern umzugehen.

Jesus sagt einmal: In meines Vaters Haus sind viele Wohnungen: da ist Platz zum Leben, Teilhaben und Mitgestalten. Wieso hier und nicht wo anders? Weil es hier um Leben in Fülle mit Nachhaltigkeit und Zukunft geht. Davon handelt der Segen, welcher von einer Generation an die nächste gesprochen wird. In der Bibel finden wir die Geschichte von Jakob, welcher von seinem Vater den Segen zugesprochen bekommt, als Monatsspruch für Juni: „Gott gebe dir vom Tau des Himmels und vom Fett der Erde und Korn und Wein die Fülle." (1.Mose 27,28) Damit lässt es sich feiern!

Das schönste Geschenk für mich zum Kindertag: Ich werde mir meiner Identität als Kind Gottes bewusst und darf dies feiern. Mein Recht: ich darf darin wachsen, andere in ihrer Identitätssuche begleiten. 

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An(ge)dacht mit KI?

"Weigere dich nicht, dem Bedürftigen Gutes zu tun, wenn deine Hand es vermag." Sprüche 3,27

Chat GPT ist gerade in aller Munde und tatsächlich ist es beeindruckend und für manche sicherlich auch etwas beängstigend, was die künstliche Intelligenz (KI) mittlerweile im Umgang mit Texten beherrscht. Ich habe die KI nach einer kurzen Andacht zum Monatsspruch aus den Sprüchen befragt und folgenden Text innerhalb von wenigen Sekunden erhalten:

"Hey Leute, die Bibel sagt in Sprüche 3,27, dass wir nicht nur egoistisch für uns selbst leben sollen, sondern auch für andere da sein müssen. Also, wenn du die Macht hast, jemandem etwas Gutes zu tun, dann tu es! Ob du einem Freund in Not hilfst, einem Obdachlosen ein Sandwich gibst oder einfach nur jemandem zuhörst, der deine Unterstützung braucht - tu es einfach! Als Christen sollten wir uns gegenseitig lieben und füreinander da sein. Also, lasst uns nicht nur auf uns selbst schauen, sondern auch auf unsere Mitmenschen und ihnen das Gute tun, das ihnen zusteht."

Da ist man geneigt noch ein Amen dazu zu setzen. Es geht schnell, ein paar nette Worte zu formulieren, auch zu Bibeltexten. Das bekommt mittlerweile die KI eigenständig hin. Herausfordernder ist es diese Worte zum Leben zu erwecken, sie durch das eigene Herz und den Kopf und dann in die Hand gehen zu lassen. Denn darum geht es im Monatsspruch, dass die Hand in Bewegung kommt, Momente der BArmHerzigkeit entstehen. Ein Herz, das mitfühlt mit der Not und Bedürftigkeit anderer und eine Hand, die dort anpackt, wo sie die Möglichkeit dazu hat.

Der Monatsspruch stammt aus einer Reihe von acht sehr praktisch orientierten Aufforderungen für gelingendes Miteinander. Auch für diese Aufforderungen gilt, was in Sprüche 1,7 als Grundsatz formuliert ist:

„Die Furcht des HERRN ist der Anfang der Erkenntnis."

Ehrfurcht vor Gott zeigt sich auch in unserem Umgang mit der Bedürftigkeit meines Nächsten. Manchmal sind Bibelverse nicht ganz leicht zu durchdringen und zu verstehen, hier fordert mich eher die Klarheit heraus. Ich möchte mich diesen Monat „nicht weigern", sondern wahrnehmen, wo mir Bedürftigkeit begegnet und darauf mit meinen Möglichkeiten reagieren. Meine Hände können beten, eine ermutigende Nachricht schreiben, dem anderen gereicht werden, eine Einkaufstasche tragen, großzügig sein im Umgang mit mir anvertrauten finanziellen Mitteln u.v.m. „Wenn deine Hand es vermag" – dahinter steckt auch eine Entlastung. Die Not dieser Welt, die uns durch Bildschirme und Internetnachrichten permanent vor Augen steht, kann auch schnell überfordern. Ich brauche die Weisheit zu unterscheiden, wo Gott mich und meine Möglichkeiten zum Segen für andere gebrauchen will. Das darf am Anfang dieses neuen Monats ein konkretes Gebetsanliegen sein.

P.S. Das Bild zum Monatsspruch hat übrigens wieder die KI übernommen 😉 

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Durchbruch

Durchbruch

Arbeit geschafft, ab ins Auto und nach Hause. Binnen Sekunden verfinstert sich der Himmel und es gießt wie aus Kübeln. Der Sturm peitscht den Regen und es ist düster und grau. Bin genervt vom Wetter und Verkehrschaos und realisiere – manchmal fühlt sich meine ganze kleine Welt so an. Vielleicht kennst auch du solche Situationen in deinem Leben?! Und mal ehrlich, wenn man sich umschaut, ist tatsächlich vieles auch ziemlich finster.

Ich steh an der Ampel, verdrehe die Augen, schon wieder rot - und schaue zum Himmel. Da bricht plötzlich die Wolkendecke auf – blau ist zu sehen, Sonnenstrahlen kämpfen sich durch die Dunkelheit. Ein fantastisches Bild.

So ist Ostern.

Ich erinnere mich an das letzte Wochenende – Konfifactory, Segnungsabend. Der Raum ist verdunkelt, alle Lichter wurden gelöscht. In der Mitte steht eine Krippe. In ihr leuchtet ein Licht. Im Kreis um die Krippe herum stehen junge Menschen kurz vor ihrer Konfirmation; Teamer – die am Montag wieder in Schule oder in Ausbildung sind; Pfarrer – die Verantwortung tragen; Kollegen – mit denen ich gemeinsam unterwegs sein darf. Alle tragen ihre kleinen oder großen Sorgen, den ein oder anderen schweren Gedanken. Sie alle leben in einer Welt, die ihnen nicht nur freundlich begegnet. Was sie eint? Sie halten eine Kerze in der Hand – ein Licht, entzündet am Licht der Krippe.

Jesus spricht: Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben. (Johannes 8,12)

Zu Ostern wird dieses Licht der Krippe den Himmel aufreißen, die Erde hell machen.

Da stehen sie alle im Kreis mit ihrem Licht, entzündet am Licht der Krippe. Nicht alle Sorgen sind deshalb weg, nicht jegliche Düsternis ist verschwunden. Aber, es wird hell um uns.

Ein starkes Bild. 

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Sehen und gesehen werden

Jahreslosung 2023:

Du bist ein Gott, der mich sieht.                     1. Mose 16,13 

Sehen und gesehen werden. Die einen lieben es im Rampenlicht zu stehen, die anderen sind glücklich, ihren Platz in der Backstage zu finden. Sehen und gesehen werden hat viel damit zu tun, seinen Platz im Beruf, in der Schule, in der Familie und Netzwerken gefunden zu haben, welcher ausfüllt und Bedeutung schenkt.

In Zeiten, in welchen dies nicht so stark gegeben ist oder vielleicht Faktoren hineinspielen, wie eine gebrochene Gesundheit oder emotionale und wirtschaftliche Krisen, entwickeln sich bei uns Menschen häufig Zweifel. Wir sind besonders darauf angewiesen, Zuspruch und Ermutigung zu erfahren.

Ganz ähnlich mag es Hagar gegangen sein, die Nebenfrau des biblischen Glaubenshelden Abraham. Sie war auf dem Weg durch die Wüste in ihr Heimatland Ägypten. Nachdem sie Abraham, ihrem Herrn, einen Sohn geboren hat, hatte sie ausgedient. Was mag das für eine Demütigung für sie bedeutet haben. Und dann kommt diese starke Aussage: „Du bist ein Gott, der mich sieht". Bei allem Schweren hatte sie wohl doch diesen Glauben ihrer Dienstherren Abraham und Sarah bewundert und konnte für sich erkennen: selbst wenn einem alles genommen ist, Gott bleibt und nimmt mich inmitten meiner Bedürftigkeit wahr.

Kaum vorstellbar, welche Kraft diese Worte in Hagar ausgelöst haben mögen. Sie sind verbunden mit dem liebevollen Blick, die dieser Frau ein tiefes Wohlwollen und Ansehen vermitteln. Dieser Blick Gottes wirkt Heilung, gibt Hoffnung, eröffnet neue Perspektiven und schenkt neuen Lebensmut.

Diesen göttlichen Blick auf mein Leben möchte ich gerne in 2023 erfahren und mich beschenken lassen, meinen Nächsten mit den Augen Gottes zu sehen.

Und Dir und Ihnen möchte ich gerne zusprechen: Gott ist für Dich, er sieht Dich. 

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Gute Aussichten

Der Wolf findet Schutz beim Lamm, der Panther liegt beim Böcklein. Kalb und Löwe weiden zusammen, ein kleiner Junge leitet sie. 
Jes 11,6 

Klingt wie im Märchen: Wolf und Schaf friedlich zusammen? Kaum vorstellbar in einer Welt voller Zickenkrieg und Streit sogar zwischen wesensgleichen Geschöpfen namens Mensch. Aber der Prophet Jesaja ist sich sicher: So sieht die Zukunft aus, wenn der versprochene Messias sein Friedensreich errichtet. Eine Welt, in der kein Platz mehr ist für Feindschaft und gegenseitiges verletzen. Was für Aussichten für eine Welt, die nach Frieden lechzt und unter der Last der so zahlreichen Konflikte leidet.

Zu Weihnachten feiern wir, dass der Messias, der Friedefürst seine Füße auf die Welt gesetzt hat. Sei dem läuft alles auf dieses unglaublich herrliche Ziel zu. Und das Beste: In der Nähe von Jesus dürfen wir schon heute etwas erahnen und erleben von diesem neuen Reich:

  • Wenn Jesus uns frei spricht von belastender Schuld
  • Wenn er unser Herz heilt von Verletzungen und wir frei werden anderen zu vergeben
  • Wenn wir mutig die segnen, die uns nichts Gutes wollen
  • Wenn wir uns anstecken lassen von seiner Art andere Menschen zu sehen und zu lieben

Ich wünsche uns allen eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit unter dem spürbaren Einfluss des gekommenen und wiederkommenden Friedefürsten. 

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"Das hatte ich so nicht gewollt"

Kürzlich hatte mir eine tolle Frau ein Buch in die Hand gedrückt, welches einen ähnlichen Titel trägt. Neugierig fing ich an es durchzublättern. Was sich wohl hinter den Geschichten und Erfahrungen der 11 interviewten Frauen verbirgt? Interessant, da waren auch Gesichter dabei von Menschen, mit welchen ich schon Berührungen hatte oder die in der christlichen Szene bekannt sind. Hatten diese denn auch schon echte Krisen durchlebt, fragte ich mich. Klar, sonst würden sie hier wohl nicht auftauchen.
Noch neugieriger begann ich die kurzweiligen Berichte anzulesen. Ihnen allen gemeinsam ist die Erfahrung mit überraschenden ungewollten Lebensumständen, Schicksalsschlägen und schmerzhaften gesundheitlichen Einschränkungen. Ebenso gemeinsam ist ihnen der offene Umgang mit ihrem Glauben und den verrückt ernsthaften Anfragen an ihn.

Frauen berichten, wie sie nicht auf alle Ereignisse ihres Lebens eine befriedigende Antwort finden und doch strahlen vielen Geschichten eine tiefe Hoffnung aus, das Leben so anzupacken, wie es sich mir heute stellt. Das Buch gibt keine leichtfertigen Antworten oder liefert Patenrezepte, die es gar nicht geben kann. Das Herzensanliegen der Autorinnen dagegen ist, Menschen zu ermutigen, am Leben und Gott festzuhalten, ihn bewusst zu suchen und zu finden. Um Hoffnung und Frieden zu erfahren. Mich ermutigt es, zu erfahren, dass Menschen sich in Krisen nicht aufgeben, sondern Ideen erhalten, sich Herausforderungen stellen zu können, die nicht selbstgewählt und oftmals konträr zu den eigenen Lebensträumen sind.

Und während ich in diese Lebensgeschichten mit eintauche, begegnen mir die Worte Jesu aus dem Markusevangelium „Alle Dinge sind möglich dem, der da glaubt" (Mk 9, 23b). Diese Worte spricht Jesus einem Vater zu, welcher um Heilung seines Jungen bittet. Dieser wiederum entgegnet: „Ich glaube, hilf meinem Unglauben".

Ich darf vertrauen und manchmal ist mein Glaube und mein Vertrauen in den Gott, der heilt und versorgt und … gebrochen. Ich möchte mich jedoch gerne auch mit diesem gebrochenen Glauben an ihn wenden können und dürfen und ebenso gerne Dich dazu einladen.

Und vielleicht bist Du ja auch auf diese Lebensgeschichten neugierig geworden, dann findest Du sie hier: Debora Kuder und Sarina Pfauth: „Das hatte ich so nicht bestellt. Was wir aus Erfahrungen gelernt haben, die wir nie machen wollten." SCM-Haenssler Holzgerlingen 2022 

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Stell Dir vor ...

„Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Keuschheit …" Galater 5,22-23  

Stell Dir vor, die Früchte auf dem Bild würde es tatsächlich so im Supermarkt geben. Und zwar in der Art, dass Du mehr von dem bekommst, was draufsteht, wenn Du in die entsprechende Frucht reinbeißt. Fände ich mega. Wo würdest Du als erstes zubeißen?

Ich könnte gerade eine Portion Geduld gut gebrauchen, oft fehlt mir auch der Mut zur Sanftheit (Sanftmut). Obwohl das Obstangebot mittlerweile beeindruckend ist im Supermarkt, solche Teile habe ich dann doch noch nicht gesehen. GOOD NEWS: Seit Pfingsten gilt, was Paulus in einem seiner Briefe so formuliert: „Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Keuschheit …" (Galater 5,22-23). Gott sieht unsere Begrenztheit, weiß, dass wir in diesen Bereichen immer wieder an unseren Grenzen stoßen und Hilfe brauchen. Deshalb gibt er durch Paulus die Zusage: Wenn wir seinem Geist Raum geben in unserem Leben werden diese Früchte wachsen, uns zur Freude und unseren Mitmenschen zum Segen, denn kein Baum ist seine Früchte selber 😉. Frucht braucht mindestens zwei Dinge, um zu wachsen: Kontinuierliche Verbindung zur Versorgung (Wurzel, Stamm, Zweig …) und Zeit. Unser Job ist an Jesus dranbleiben (vgl. Joh 15,5), damit er uns in einen Wachstums- und Reifeprozess schicken kann.

In diesem Sinne wünsche ich Dir eine gesegnete Pfingstzeit mit vielen Wachstum- und Reifemomenten! 

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Willkommen zum PRAYDAY!


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