Dahinein klingt der Monatsspruch für Juli:
"Es ströme aber das Recht wie Wasser und die Gerechtigkeit wie ein nie versiegender Bach."
Amos 5,24
Dafür möchte ich gerne mit vielen anderen im CVJM gemeinsam unterwegs sein.
"Es ströme aber das Recht wie Wasser und die Gerechtigkeit wie ein nie versiegender Bach."
Amos 5,24
Dieses Wort zur Jahreslosung für das Jahr 2026 wurde so erstmals im CVJM Magazin am 19. Dezember 2025 veröffentlicht - hier kannst du es kostenlos lesen!
Worüber hat Jesus als Erstes in der Öffentlichkeit gesprochen? Über das Reich Gottes: "Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe herbeigekommen" (Markus 1,15). Das Reich Gottes war der zentrale Inhalt seiner Verkündigung. Schnell wird deutlich: Damit ist kein Gebiet auf der Landkarte gemeint und auch kein politischer Herrschaftsanspruch.
"Das Reich Gottes ist mitten unter euch."
Lukas 17,21
Mit Jesus selbst kommt dieses Reich Gottes zu uns Menschen. Seine Nähe ist das Entscheidende. Denn in seiner Nähe wird Gottes Macht und Kraft erlebbar: Menschen werden heil – innerlich und äußerlich. Menschen bekommen durch Jesus eine neue Identität und werden frei von Bindungen, die sie kaputt machen. Mit Jesus beginnt ein großer Wiederherstellungsprozess, weil er Menschen mit Gott verbindet und sie so in das Leben hineinführt, für das sie geschaffen wurden.
Darum geht es bis heute. In der Pariser Basis wird das Ziel der CVJM-Arbeit beschrieben: "…das Reich ihres Meisters unter jungen Menschen auszubreiten." Das bedeutet bis heute, Menschen in die Nähe von Jesus einzuladen – damit sie in seiner Gegenwart erleben, wie er wiederherstellt, befreit, heilt und erneuert.
Es ist ein Privileg, für diesen König unterwegs zu sein und mitzuerleben, wie er – ganz anders als viele Herrscher dieser Welt – sein Reich baut: mit Barmherzigkeit und Hingabe, Frieden und Gerechtigkeit. Dafür will ich gerne im CVJM unterwegs sein, auf dem Weg hin zu dem himmlischen Königreich, in dem alles Bruchstückhafte und Unvollkommene aufhört.
Wenn bei dir ein Fremder in eurem Land lebt, sollt ihr ihn nicht unterdrücken
3. Mose 19,33
Eine aufgeladene Diskussion rund um das Thema Migration fordert unser Land heraus. Es geht um Zahlen, Gesetze, politische Strategien – der einzelne "Fremde" gerät dabei schnell aus dem Blick. Der Monatsspruch kann nicht alle migrationspolitischen Fragen klären, aber er zeigt eine Herzenshaltung, die Gott wichtig ist. Als Gott sein Volk ins verheißene Land führt, gibt er ihnen eine klare Anweisung: "Einen Fremden sollst du nicht bedrücken." Das hebräische Wort יָנָה (yanah) bedeutet "bedrücken, ausnutzen, schlecht behandeln". Das soll nicht geschehen. Doch Gott geht noch weiter: "und du sollst ihn lieben wie dich selbst" (Vers 34). Damit wird der Fremde zum "Nächsten", für den dieser Auftrag bereits im Vers 18 ausgesprochen wurde: "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst; ich bin der Herr".
Fremd sein – eine gemeinsame Erfahrung
Warum fordert Gott das? Weil sein Volk selbst Fremdheit erlebt hat: "Denn ihr seid auch Fremdlinge gewesen in Ägypten." (Vers 34) Wer selbst weiß, wie es sich anfühlt, fremd zu sein, kann mit Fremden anders umgehen.
Das betrifft auch uns. Paulus erinnert Christen an ihre eigene Fremdheitserfahrung: "Ihr wart Fremde und gehörtet nicht zur Gemeinde Israels. Die Zusagen, die Gott bei seinen Bundschließungen gemacht hatte, galten für euch nicht." (Epheser 2,12). Doch dann kam Jesus. Durch ihn sind wir nicht mehr Gäste und Fremde, sondern gehören zur Familie Gottes (Epheser 2,19) – mit allem Guten, das daraus für uns erwächst.
Kleine Zeichen der Barmherzigkeit
Danke, Gott, dass ich von dieser unverdienten Barmherzigkeit leben darf. Das motiviert mich, im Umgang mit Fremden kleine Zeichen dieser Liebe weiterzugeben – sei es ein freundlicher Blick, eine unterstützende Geste oder ehrliches Interesse an der Geschichte eines Menschen.
"Prüft alles und behaltet das Gute!"
1. Thessalonicher 5,21 (Jahreslosung für das Kalenderjahr 2025)
Es geht wieder um ALLES in der Jahreslosung (siehe Jahreslosung 2024). In Verbindung mit dem Auftrag zum Prüfen könnte sich schnell ein Gefühl der Überforderung einstellen. Bei bis zu 30 000 Entscheidungen, die wir am Tag (meist unbewusst) treffen, wer soll das meistern?
Wie gut, dass die Jahreslosung nicht im luftleeren Raum steht. Der Kontext hilft uns, Paulus' Anliegen besser zu verstehen:
1. Der Heilige Geist soll Raum gewinnen.
Das Gute, das er tun will, soll nicht "gedämpft" werden (V 19). Das gilt vor allem mit Blick auf die prophetische Rede (V 20). Gott wird sprechen – klar und passend, da ist sich Paulus sicher. Jetzt heißt es genau hinzuhören und ...
2. Den Blick auf das Gute richten.
Diesen Fokus empfiehlt Paulus. Allzu oft neigen wir beim Prüfen dazu, Fehler und Schwächen zu suchen. Der TÜV kommt mit der Mängelliste und schwärmt nicht vom super Motor. Die Jahreslosung lädt uns ein: Erwartet das Gute und fokussiert darauf, behaltet es und kultiviert es.
Natürlich gehört zum Prüfen auch, ergebnisoffen zu prüfen und sich von dem zu lösen, was sich als hinderlich für das Reich Gottes erweist (V. 22). Das erfordert Offenheit und Mut zu klaren Entscheidungen. Froh bin ich darüber, dass Paulus den Prüfauftrag der Gemeinschaft anvertraut – nicht Einzelnen. Wir dürfen darauf vertrauen, dass Gottes Geist in unserer Gemeinschaft wirkt.
Mit diesen Impulsen möchte ich mich gerne aufmachen in ein neues CVJM-Jahr:
In diesem Sinne wünsche ich dir und uns allen ein gesegnetes, geisterfülltes neues Jahr.
Ich freue mich auf unsere Zusammenarbeit!
In Jesus verbunden,
Matthias
P.S.: Wenn du gerne mit dem Motiv der Jahreslosung arbeiten möchtest, findest du es hier zum Download in verschiedenen Formaten:
Jahreslosung 2025
„Bin ich nur ein Gott, der nahe ist, spricht der HERR, und nicht auch ein Gott, der ferne ist?" Jeremia 23,23
Ja, möchte ich spontan auf die Frage antworten. Manchmal habe ich das Gefühl, Gott ist jetzt hier, ganz nah, und ein Zeichen seiner Gegenwart berührt mich. Dann gibt es Momente, die mich herausfordern: das Aushalten der Unbegreiflichkeit Gottes oder das Gefühl, dass er schweigt, wenn ich sein Reden oder Eingreifen so sehr herbeisehne – er scheint fern. Offen gestanden: Bei diesem Thema bleibe ich dauerhaft Lernender. Ich möchte Gottes Gegenwart nicht abhängig machen von meinen Emotionen oder der Erfüllung meiner Erwartungen an ihn. Ein Ausspruch von Evelyn Underhill (Theologin der anglikanischen Kirche) hilft mir etwas dabei:
„Wenn Gott klein genug wäre, um ihn zu verstehen, wäre er nicht groß genug, um ihn anzubeten."
Dann schaue ich etwas genauer hin und entdecke: Bei Jeremia geht es eigentlich um etwas ganz anderes. Kontext ist wieder einmal Trumpf:
„Bin ich etwa nur ein Gott, der in der Nähe ist?«, spricht der HERR. »Bin ich nicht auch ein Gott in der Ferne? Gibt es Schlupfwinkel, in denen sich ein Mensch verbergen könnte, sodass es mir nicht mehr möglich wäre, ihn zu sehen? Bin ich denn nicht überall, fülle ich nicht den Himmel und die Erde aus?" Jeremia 23,23-24
Die eigentliche Story bei Jeremia sind Gerichtsworte an falsche Propheten. Da sind Menschen, die von Gott reden, aber ihm nicht mehr zuhören. Die ihr Ding durchziehen und anderen Menschen nach dem Mund reden. Sie gehen davon aus, dass Gott das eh nicht mitbekommt. Jeremia erinnert sie daran, dass sie an dieser Stelle ihrem sehr kleinen Bild von Gott auf den Leim gehen und er sie zur Rechenschaft ziehen wird.
Das fordert mich heraus: Gibt es etwas, das ich am liebsten vor Gott verstecken will? Jeremia erinnert mich daran, dass das eh nicht funktioniert. Gott sei Dank braucht es das auch nicht, denn es gilt, was Albert Frey einmal treffend auf den Punkt gebracht hat:
„Jesus, dein Licht scheint voll Gnade und Wahrheit. Jesus, dein Licht scheint in unsre Dunkelheit. Jesus, durchdring uns mit Gnade und Wahrheit. Jesus, komm bring uns ins Licht." (Gnade und Wahrheit, Albert Frey)
EINE VISION - 4 THEMEN - 4 IMPULSE
Ein Inspirationsabend für Denkerinnen, Macher & Suchende im CVJM.
Wird im Verein der Wunsch geäußert, junge Menschen in Verantwortung zu bringen, ist häufig ein Engagement dieser in Leitungsgremien gemeint. Das Ziel ist dann eine Verjüngung des Vorstandes oder die Entwicklung zeit und jugendgemäßer Programme in Mitarbeitendenkreisen und anderen Leitungsgremien.
Wie gelingt uns das?
Ist das die richtige Frage?
Junge Menschen sind längst da!
Als Expertinnen und Experten in eigener Sache sind sie in Verantwortung, haben einen Gestaltungsauftrag für ihr Leben, die Gesellschaft und im CVJM der Gegenwart und Zukunft. Sie nehmen ihn in aller Unterschiedlichkeit wahr.
Die Frage ist also vielmehr:
Wie gelingt es Verantwortlichen im CVJM jungen Menschen diese Gestaltungsräume zu bieten und sie in der Ausgestaltung maßgeblich zu beteiligen?
Wir wollen an diesem Abend Expertinnen und Experten aus dem nationalen und internationalen CVJM/YMCA-Kontext mit ihren Ideen, Geschichten, Erfahrungen und Antworten zu Wort kommen lassen und gemeinsam darüber ins Gespräch kommen.
Beim Vorbereiten eines Seminars über das 1. Buch Samuel bin ich vor kurzem auf einen echten „Goldnugget-Vers" gestoßen:
„Da nahm Samuel einen Stein und stellte ihn zwischen Mizpa und Schen. Und er gab ihm den Namen Eben-Eser und sagte: Bis hierher hat der HERR uns geholfen." 1. Samuel 7,12
Die Story dazu ist schnell erzählt. Das Volk Israel befindet sich im Kampf mit den Philistern, die ihnen immer wieder das Leben schwer machen. Der Prophet Samuel setzt sich in dieser Situation für das Volk ein: „Dann schrie Samuel zum HERRN, dass er Israel helfen sollte …" (7,9) und kurz zusammengefasst - sie erleben die erhoffte Hilfe und besiegen die Philister. Dann stellt Samuel einen Stein mit dieser faszinierenden Inschrift auf: „Eben-Eser" – „Bis hierher hat der HERR uns geholfen."
Samuel setz diesen Stein als ein sichtbares Zeichen der Dankbarkeit und als Erinnerung an Gottes Hilfe und Treue. Das inspiriert mich. Immer wieder lese ich in der Bibel die Aufforderung, Dankbarkeit gegenüber Gott auszudrücken. Dabei bin ich mir sicher: Gott braucht nicht meine Dankbarkeit. Vielmehr benötige ich diese Haltung der Demut und Dankbarkeit, um mich daran zu erinnern, dass mein Leben von dem lebt, was Gott mir gibt und ermöglicht. Und ich möchte mich an Gottes konkrete Unterstützung und erhörte Gebete erinnern, wie Samuel es tat, denn solche Erinnerungen stärken mein Vertrauen in Gott für die Zukunft. Ich brauche diese Erinnerungen, weil ich sonst zu schnell vergesse. Es muss nicht unbedingt ein Stein sein, aber es ist eine Möglichkeit. Manchen hilft auch ein kleines Dankeheft, in das sie Erlebnisse mit Gott schreiben, oder kleine Klebezettel an wichtigen Stellen in der Wohnung verteilt.
Fragen zum Weiterdenken:
Wie drücke ich Dankbarkeit für Gottes Hilfe in meinem Leben aus?
Was sind die „Eben-Eser-Momente" in meinem Leben, die Meilensteine der Hilfe Gottes sind?
„Seid Täter des Worts und nicht Hörer allein; sonst betrügt ihr euch selbst" Jakobus 1,22
Manchmal ist man eine Weile auf der Suche nach einem guten Bild oder einer spannenden Story, um einen Bibelvers anschaulich zu machen. Beim Monatsspruch für Oktober wird das inspirierende Bild gleich im nächsten Vers mitgeliefert.
„Denn wer das Wort hört, aber nicht danach handelt, ist wie jemand, der sich im Spiegel betrachtet. Er schaut sich an, geht weg und vergisst sofort, wie er aussieht." (V 23-24).
Der Blick in den Spiegel ist Chance und Herausforderung. Er zeigt was ist, ohne Verzerrungen und Filter. Die Chance: Ich nehme die Tomatensoßenflecken nach dem Spagetti essen war und kann das in Ordnung bringen. Auch nach dem Aufstehen lohnt sich ein Blick in den Spiegel, bevor ich mich in die Öffentlichkeit begebe. Die kleine Herausforderung: Den Blick in den Spiegel aushalten (manchmal einen Moment schmerzhaft) und den Waschlappen zur Hand nehmen, um die Reinigungsaktion zu starten. Bleibt das aus, wird der Blick in den Spiegel wertlos.
Bibellesen ist immer wieder ein Blick in den Spiegel. Ich darf mich sehen und entdecken, wer ich in Gottes Augen wirklich bin. Das ist sehr oft ermutigend, manchmal aber eben auch herausfordernd, wenn ich spüre, hier ist eine Reinigungsaktion dran. Davor möchte ich nicht weglaufen, auch nicht auf den Spiegel schimpfen, sondern „Täter des Worts" sein. Wann hat dich Gott das letzte Mal persönlich beim Bibellesen herausgefordert etwas in deinem Leben anzupacken? Wie bist du damit umgegangen?
„Wir schauen der Wahrheit ins Auge, stellen uns in dein Licht. Wir halten dort aus durch Gnade, denn du verdammst uns nicht.
Du kennst unsre toten Winkel, siehst unsren blinden Fleck, berührst unsre wunden Punkte, nimmst unsre Ängste weg.
Jesus, dein Licht scheint voll Gnade und Wahrheit. Jesus, dein Licht scheint in unsre Dunkelheit.
Jesus, durchdring uns mit Gnade und Wahrheit. Jesus, komm bring uns ins Licht."
Albert Frey / © 2001 D&D Medien, D-88287 Grünkraut
Gestern Abend war es endlich soweit, wir haben mit einer Zoomkonferenz den Start des digitalen YOUNG LEADERS Parcours gefeiert 🥳.
Der digitale YOUNG LEADERS Parcours ist ein kostenfreies interaktives Tool für junge Leiterinnen und Leiter, das im Nachgang zum Christival 2022 entwickelt wurde. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer tauchen ein in acht thematische Räume einer 360-Grad-Panoramatour und können dort ihre Leitungserfahrungen reflektieren und jede Menge Inspiration erhalten, um sich weiterzuentwickeln.
Der Online-Parcours steht ab sofort als Webversion zur Verfügung und kann alleine oder im Team genutzt werden. Ideen dazu gibt es auf der Projekthomepage (www.young-leaders-parcours.de). So können z.B. für einen Teamtag mit dem Parcours ein Koffer mit 10 iPads beim CVJM Sachsen ausgeliehen werden.
Der digitale YOUNG LEADERS Parcours ist ein Projekt des CVJM Sachsen mit mehreren Kooperationspartnern. Ich freue mich sehr, das dieses Projekt nun an den Start geht und bete, dass dadurch viele junge Leiterinnen und Leiter inspiriert und ermutigt werden. Hier findet ihr ein kleines Making Off zum Parcours:
In dieser Hoffnung fühlen wir uns heute mit allen Trauernden tief verbunden.
"Weigere dich nicht, dem Bedürftigen Gutes zu tun, wenn deine Hand es vermag." Sprüche 3,27
Chat GPT ist gerade in aller Munde und tatsächlich ist es beeindruckend und für manche sicherlich auch etwas beängstigend, was die künstliche Intelligenz (KI) mittlerweile im Umgang mit Texten beherrscht. Ich habe die KI nach einer kurzen Andacht zum Monatsspruch aus den Sprüchen befragt und folgenden Text innerhalb von wenigen Sekunden erhalten:
"Hey Leute, die Bibel sagt in Sprüche 3,27, dass wir nicht nur egoistisch für uns selbst leben sollen, sondern auch für andere da sein müssen. Also, wenn du die Macht hast, jemandem etwas Gutes zu tun, dann tu es! Ob du einem Freund in Not hilfst, einem Obdachlosen ein Sandwich gibst oder einfach nur jemandem zuhörst, der deine Unterstützung braucht - tu es einfach! Als Christen sollten wir uns gegenseitig lieben und füreinander da sein. Also, lasst uns nicht nur auf uns selbst schauen, sondern auch auf unsere Mitmenschen und ihnen das Gute tun, das ihnen zusteht."
Da ist man geneigt noch ein Amen dazu zu setzen. Es geht schnell, ein paar nette Worte zu formulieren, auch zu Bibeltexten. Das bekommt mittlerweile die KI eigenständig hin. Herausfordernder ist es diese Worte zum Leben zu erwecken, sie durch das eigene Herz und den Kopf und dann in die Hand gehen zu lassen. Denn darum geht es im Monatsspruch, dass die Hand in Bewegung kommt, Momente der BArmHerzigkeit entstehen. Ein Herz, das mitfühlt mit der Not und Bedürftigkeit anderer und eine Hand, die dort anpackt, wo sie die Möglichkeit dazu hat.
Der Monatsspruch stammt aus einer Reihe von acht sehr praktisch orientierten Aufforderungen für gelingendes Miteinander. Auch für diese Aufforderungen gilt, was in Sprüche 1,7 als Grundsatz formuliert ist:
„Die Furcht des HERRN ist der Anfang der Erkenntnis."
Ehrfurcht vor Gott zeigt sich auch in unserem Umgang mit der Bedürftigkeit meines Nächsten. Manchmal sind Bibelverse nicht ganz leicht zu durchdringen und zu verstehen, hier fordert mich eher die Klarheit heraus. Ich möchte mich diesen Monat „nicht weigern", sondern wahrnehmen, wo mir Bedürftigkeit begegnet und darauf mit meinen Möglichkeiten reagieren. Meine Hände können beten, eine ermutigende Nachricht schreiben, dem anderen gereicht werden, eine Einkaufstasche tragen, großzügig sein im Umgang mit mir anvertrauten finanziellen Mitteln u.v.m. „Wenn deine Hand es vermag" – dahinter steckt auch eine Entlastung. Die Not dieser Welt, die uns durch Bildschirme und Internetnachrichten permanent vor Augen steht, kann auch schnell überfordern. Ich brauche die Weisheit zu unterscheiden, wo Gott mich und meine Möglichkeiten zum Segen für andere gebrauchen will. Das darf am Anfang dieses neuen Monats ein konkretes Gebetsanliegen sein.
P.S. Das Bild zum Monatsspruch hat übrigens wieder die KI übernommen 😉
Der Wolf findet Schutz beim Lamm, der Panther liegt beim Böcklein. Kalb und Löwe weiden zusammen, ein kleiner Junge leitet sie.
Jes 11,6
Klingt wie im Märchen: Wolf und Schaf friedlich zusammen? Kaum vorstellbar in einer Welt voller Zickenkrieg und Streit sogar zwischen wesensgleichen Geschöpfen namens Mensch. Aber der Prophet Jesaja ist sich sicher: So sieht die Zukunft aus, wenn der versprochene Messias sein Friedensreich errichtet. Eine Welt, in der kein Platz mehr ist für Feindschaft und gegenseitiges verletzen. Was für Aussichten für eine Welt, die nach Frieden lechzt und unter der Last der so zahlreichen Konflikte leidet.
Zu Weihnachten feiern wir, dass der Messias, der Friedefürst seine Füße auf die Welt gesetzt hat. Sei dem läuft alles auf dieses unglaublich herrliche Ziel zu. Und das Beste: In der Nähe von Jesus dürfen wir schon heute etwas erahnen und erleben von diesem neuen Reich:
Ich wünsche uns allen eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit unter dem spürbaren Einfluss des gekommenen und wiederkommenden Friedefürsten.
„Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Keuschheit …" Galater 5,22-23
Stell Dir vor, die Früchte auf dem Bild würde es tatsächlich so im Supermarkt geben. Und zwar in der Art, dass Du mehr von dem bekommst, was draufsteht, wenn Du in die entsprechende Frucht reinbeißt. Fände ich mega. Wo würdest Du als erstes zubeißen?
Ich könnte gerade eine Portion Geduld gut gebrauchen, oft fehlt mir auch der Mut zur Sanftheit (Sanftmut). Obwohl das Obstangebot mittlerweile beeindruckend ist im Supermarkt, solche Teile habe ich dann doch noch nicht gesehen. GOOD NEWS: Seit Pfingsten gilt, was Paulus in einem seiner Briefe so formuliert: „Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Keuschheit …" (Galater 5,22-23). Gott sieht unsere Begrenztheit, weiß, dass wir in diesen Bereichen immer wieder an unseren Grenzen stoßen und Hilfe brauchen. Deshalb gibt er durch Paulus die Zusage: Wenn wir seinem Geist Raum geben in unserem Leben werden diese Früchte wachsen, uns zur Freude und unseren Mitmenschen zum Segen, denn kein Baum ist seine Früchte selber 😉. Frucht braucht mindestens zwei Dinge, um zu wachsen: Kontinuierliche Verbindung zur Versorgung (Wurzel, Stamm, Zweig …) und Zeit. Unser Job ist an Jesus dranbleiben (vgl. Joh 15,5), damit er uns in einen Wachstums- und Reifeprozess schicken kann.
In diesem Sinne wünsche ich Dir eine gesegnete Pfingstzeit mit vielen Wachstum- und Reifemomenten!
Unser Jugendbildungs- und Begegnungszentrum in Dresden sucht Verstärkung.
Folgende Stellen schreiben wir dazu aus. Danke, wenn Ihr diese Ausschreibungen an geeignete Personen in Eurem Umfeld weiterleitet.
> Hier geht´s zur Projektseite der Stellenausschreibungen
Mit Klick auf die folgenden Bilder könnt ihr die dazugehörigen PDF´s downloaden.
Was mich an Jesus sehr fasziniert, ist seine Art Menschen zu begegnen. Er ist kein raffinierter Seelenfänger, der irgendwie versucht Leute von sich zu überzeugen, sondern lädt Menschen zur Weggemeinschaft ein. Er spielt dabei mit offenen Karten, macht ihnen nichts vor. Das ist manchmal irritierend, aber auf diese Weise entsteht Vertrauen, der wichtigste Baustein für gelingende Beziehungen.
Die Aufforderung „Kommt und seht!" steht dafür exemplarisch. Sie stammt aus der Geschichte, die uns erzählt, wie sich die ersten Jünger mit Jesus auf den Weg machen. Gleich in der ersten Begegnung haben sie eine Frage an Jesus: „Rabbi – das heißt übersetzt: Meister -, wo wirst du bleiben?" (Johannes 1,38). In der Frage geht es um mehr als die Unterkunft, auf die sie sich einstellen müssen. Dahinter steckt die Frage: Was erwartet uns bei dir? In der Antwort stellt Jesus kein werbendes Programm vor, versucht sie nicht mit schönen Worten zu überreden, sondern lädt sie ein: Kommt und seht! Eine doppelte Einladung:
Kommt!
Macht euch auf den Weg mit mir. Traut euch, neue Schritte zu wagen. Lasst euch auf meine Nähe ein. Das geht nicht, ohne gewohnte Wege zu verlassen und Vertrauensvorschuss.
Seht!
Jesus sucht keinen blinden Gehorsam, sondern Menschen, die genau hinsehen, die aufmerksam beobachten, was sich durch Jesus und mit Jesus verändert. Vertrauen kann nur durch eigene Erfahrungen und Beobachtungen wachsen.
Ich möchte diese Worte als persönliche Einladung von Jesus am Anfang dieses neuen Jahres hören: Komm und sieh!
Such neu meine Nähe und mach dich bewusst mit mir auf den Weg. Schau genau hin, um zu entdecken, was ich dieses Jahr an dir, mit dir und durch dich tun will.
In diesem Sinne wünsche ich uns miteinander viele ermutigende und inspirierende Momente der Weggemeinschaft mit Jesus.