Schon das Ankommen war herzlich und liebevoll vorbereitet. Sibylle und Verena begrüßten die Teilnehmerinnen mit kleinen Überraschungen, Stehkaffee und selbstgebackenem Kuchen. Im großen Saal wartete ein kreativ und passend zum Thema gestalteter Raum, der spüren ließ: Hier darf ich ankommen. Hier muss ich nichts leisten. Hier darf ich einfach sein.
In geistlichen Impulsen dachten wir darüber nach, was unsere Seele ausmacht: unser Denken, Fühlen und Wollen, unsere innere Verbindung von Körper und Geist. Wir fragten danach, was es bedeutet, wirklich zur Ruhe zu kommen, den Alltag loszulassen und in der Stille unserem Schöpfer zu begegnen. Dabei wurde deutlich: Stille ist nicht einfach nur die Abwesenheit von Geräuschen. Stille kann ein Raum werden, in dem Gott unser unruhiges Herz berührt, unsere Sinne schärft und uns neu ausrichtet.
Am Samstagmorgen starteten wir nach einem ausgiebigen Frühstück mit Lobpreis in den Tag. Danach begleiteten uns geistliche Impulse aus dem Buch Jeremia, den Psalmen und weiteren Bibelstellen auf unserer Spurensuche. Immer wieder ging es darum, Gottes liebevollen Blick auf unser Leben zu entdecken und zu hören, was er ganz persönlich in unsere Seele hineinsprechen möchte.
Dann begann die eigene Entdeckungsreise: Zeiten der Stille, des Schweigens und des persönlichen Gebets. Jede für sich – und doch verbunden in der Gemeinschaft. Bei herrlichem Sonnenschein, auf der Wiese, unter schattigen Bäumen oder an einem ruhigen Platz im Haus durften wir auftanken. Auch kreative Angebote halfen dabei, der eigenen Seele Ausdruck zu geben und innerlich weiterzugehen.
Besonders bewegend waren für viele Frauen das Angebot des Hörenden Gebets und der Segnungsabend. In diesen Zeiten wurde spürbar, wie persönlich und liebevoll Gott uns begegnet. Manche wurden getröstet, andere ermutigt, wieder andere neu daran erinnert: Ich bin gesehen. Ich bin geliebt. Gott ist mit mir unterwegs.
Am Sonntag führte Verena uns mit einer fröhlichen, authentischen und segensreichen Predigt in den Abschluss des Wochenendes. Die Rückmeldungen am Ende waren geprägt von Dankbarkeit, Freude, Bewegung und innerem Frieden. Viele nahmen etwas Kostbares mit: neue Kraft für den Alltag, einen klareren Blick auf sich selbst und das Vertrauen, dass Gottes Liebe auch in der Stille hörbar wird.
Dieses Wochenende hat uns neu gezeigt: In der Stille kommen wir zur Quelle der Liebe – zu Jesus. Und dort darf unsere Seele aufatmen.
Autorin: Angelika Schettler
Im Jahr 2028 werden wir wieder ein Stille-Wochenende durchführen: Markiert euch dafür schon einmal den 5. bis 7. Mai 2028 in eurem Kalender. Wir freuen uns auf euch!