Gott spricht: "Siehe, ich mache alles neu!"
Was für eine gewaltige Ansage - mitten im vorletzten Kapitel der Bibel! Dieser Vers steht im Buch Offenbarung 21,5 und ist sogleich die Jahreslosung für das Jahr 2026. Die Worte sind eingebettet in die große Verheißung, wie dieses Neue aussehen wird. Sie haben unzähligen Menschen schon Trost geschenkt:
"Er wird jede Träne abwischen von ihren Augen. Es wird keinen Tod und keine Trauer mehr geben, kein Klagegeschrei und keinen Schmerz.
Denn was früher war, ist vergangen." Ich freu mich so sehr auf diesen Moment – auf den Tag, an dem all die ungehörten Schreie und nicht enden wollenden Tränen dieser Welt verstummen müssen. Wie gut, dass die Welt nicht auf ein unbestimmtes Ende zugeht, sondern auf ein großartiges Ziel."Er wird jede Träne abwischen von ihren Augen. Es wird keinen Tod und keine Trauer mehr geben, kein Klagegeschrei und keinen Schmerz.
Diese Aussage ist aber nicht nur eine Vertröstung auf später, auch wenn sie manchmal der letzte Trost bleibt. Sie erinnert uns daran, dass Gott der Experte für Neuanfänge ist. Das beginnt schon auf den ersten Seiten der Bibel: Aus dem Nichts schafft er die Erde. Aus dem tohuwabohu (hebräisch für "Chaos") entsteht die Welt. Er spricht - und es geschieht. Zwischen diesen ersten und den letzten Seiten der Bibel stehen unzählige Geschichten von Menschen, die Gott erlebt haben als den, der Neues schafft. Der, der die Welt aus dem Chaos gerufen hat, kommt auch mit dem Chaos der Menschen zurecht, in das sie sich selbst und einander bringen. Zentral ist der Neuanfang, den Jesus möglich macht: "Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden." (2. Korinther 5,17)
Versöhnt mit Gott, angeschlossen an seine Kraft und Möglichkeiten, verändert sich das Betriebssystem unseres Lebens. Das hat vor allem etwas mit unserem Herzen zu tun – diesem hart umkämpften Ort. Unser Herz braucht beständige Erneuerung, damit es ein guter, heiler und befreiter Ort wird und bleibt, aus dem Gutes herausfließt. Erneuerte Herzen verändern Menschen. Und erneuerte Menschen verändern Gesellschaft. Auf diesem Weg entstehen starke und relevante CVJMs.
Die Jahreslosung ist auch eine Chance, uns als CVJM zu fragen: Wo brauchen wir Erneuerung? Wo halten wir fest an Strukturen, Abläufen, Traditionen, die einmal hilfreich waren, aber nicht mehr lebendig sind und tragen? Wenn Gott sagt: "Siehe, ich mache alles neu", dann gilt das auch uns als Bewegung. Er lädt uns ein, uns neu von Jesus formen zu lassen – in unserer Haltung, in unserer Leidenschaft, in unserem Blick auf junge Menschen.
"Siehe, ich mache alles neu" – das ist nicht nur ein Vers für die Ewigkeit. Es ist eine Einladung für heute. Gott schafft Neues - in uns, unter uns,
durch uns.
Ich wünsche uns, dass wir mit dieser Haltung und Hoffnung in das neue Jahr starten – offen dafür, wo Gott Neues schaffen will, auch mitten in unserem CVJM.
Dieses Wort zur Jahreslosung für das Jahr 2026 wurde so erstmals im CVJM Magazin am 19. Dezember 2025 veröffentlicht - hier kannst du es kostenlos lesen!