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News

Neues aus dem CVJM Sachsen

Danke für alles Engagement!

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Daniela Handrich

Nun sind schon 10 Jahre vergangen. Am 01.04.2011 hast du, Daniela, deinen Dienst auf dem CVJM-Schiff begonnen. Seitdem stehst du am Herd mit den Töpfen für Suppe oder Kartoffeln, mit Fisch oder Fleisch, vegetarischem oder veganem Essen, Paprika oder anderem Gemüse. Du bist am Büfett, der Spülmaschine, kämpfst mit Fußbodenreinigungen, Desinfektionen der Arbeitsflächen und so manch weiteren Aufgaben. Wir sind SEHR DANKBAR, dass du bei uns bist. Dankbar für alle Begegnungen im Team und mit den Gästen, dankbar für so manche Gespräche, dankbar für so manche Impulse. 

Liebe Daniela, du hast auf dem Schiff schon so manche Höhen und Tiefen überwinden müssen und können. So zum Beispiel das Hochwasser 2013, der unerwartet längere Werftaufenthalt 2016 mit seiner damit verbundenen Kurzarbeit, jetzt die Corona-Krise und ebenfalls wieder Kurzarbeit, hast manche Kollegen und Kolleginnen kommen und gehen sehen. Nichts hat dich vom Weg abbringen lassen und du bist dem Schiff treu geblieben. Nunmehr bist du mit 10 Dienstjahren die dienstälteste Mitarbeiterin auf dem Schiff. 

Wir sagen Dir DANKE für alle Bereitschaft und alles Engagement und wünschen dir für die nächsten Jahre weiterhin Gottes Segen, viel Kraft, Geduld und Durchhaltevermögen in unserem Team. Schön, dass es dich bei uns gibt!  

Mathias Riedel

Ich kann nicht schweigen?!

Öffne deinen Mund für den Stummen, für das Recht aller Schwachen! Sprüche 31,8

Es sind Worte einer Mutter an ihren Sohn. Er ist König und kann damit aus den Vollen schöpfen. Der Ratschlag seiner Mutter lautet: Setz deine Macht und Möglichkeiten für Menschen ein, die sich nicht selbst Gehör verschaffen können. Schweige nicht, wenn Schwachen Unrecht widerfährt.

Ich bin kein König, aber ganz klar: Ich gehöre zu den sehr privilegierten Menschen auf dieser Erde. Ich habe Möglichkeiten, von denen andere nur träumen. Ich möchte die deutliche Aufforderung des Monatsspruch hören und fragen:
  • Wer sind in meinem Umfeld die Stummen und Schwachen?
  • Wie kann ich mich für sie einsetzen?

Aktuell bewegen mich sehr die Bilder aus Indien. Aber ich muss nicht einmal so weit schauen, um Menschen zu entdecken, die meine Stimme und Möglichkeiten brauchen:

  • Das beginnt im ganz Kleinen, im persönlichen Umfeld: Ich kann die unterstützen, die in die Enge gedrängt werden, oder deren Anliegen untergehen im Kampf um die Aufmerksamkeit. Das gilt in der eigenen Familie, wie beim Zoommeeting der Klassenkameraden oder Arbeitskollegen.
  • Ich denke besonders an die Kinder und Jugendlichen in schwierigen sozialen Verhältnissen, die sowieso zu den Verlierern dieser Gesellschaft gehören und in der aktuellen Situation zusätzlich leiden und abgehängt werden. Danke an alle, die ihnen eine Stimme geben durch Zuhören und die sich einsetzen für ihre Bedürfnisse und Anliegen.
  • Ich darf beten und mich zum Fürsprecher für Menschen machen, die aktuell besonders herausgefordert und geschwächt sind.
  • Ich kann sinnvolle Petitionen unterschreiben.
  • Ich kann in einer Diskussion ein gutes Wort einlegen für jemand, der einen Fürsprecher braucht.

Heute möchte ich Gott danken, für viele Möglichkeiten, die ich habe und ich möchte die Verantwortung neu wahrnehmen, die sich daraus ergibt. 

Auf dem Weg in die Zukunft

Nun ist es schon wieder Geschichte, das digitale CVJM Basecamp vom 22.-25. April. Die vielen Eindrücke, Impulse, virtuelle Begegnungen und Erfahrungen dieser Tagung mit ca. 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus ganz Deutschland müssen noch verarbeitet und sortiert werden, aber feststeht: Es hat sich gelohnt, den Kongress in dieser Form durchzuführen und ein Zeichen der Einheit und des Aufbruchs zu setzen, gerade in der aktuellen Zeit.


Eine Vielzahl an thematischen Impulsen lud dazu ein, die eigene Geschichte mit dem CVJM und die CVJM-Arbeit in den Vereinen zu reflektieren und mutige Schritte für die Zukunft anzudenken. Um Erinnerungshügel ging es, um Blicke auf herausfordernde Berge, den unvergleichlichen Bergführer Jesus, unsere Rollen, Ressourcen und Potenziale und schließlich Gottes Umgang mit dem, was wir ihm zur Verfügung stellen (Speisung der 5000). Wir sind im CVJM als „Austeilgemeinschaft" unterwegs und dabei Gott-sei-Dank nicht beschränkt auf das, was wir einzubringen haben. Deshalb dürfen wir mit Blick auf Jesus erwartungsvoll in die Zukunft gehen und gespannt sein, wo und wie er uns gebrauchen wird, um Menschen in unserem Umfeld Gutes zu tun.

Kleine Höhepunkte waren für mich immer wieder die virtuellen Kleingruppen. Eine Quelle von Inspiration, hilfreichem Austausch, Anteilnahme, Zuspruch und Ermutigung. Wunderbar, so etwas in diesen Tagen zu erleben.

Und zu guter Letzt: Auch das gemeinsame Feiern kam nicht zu kurz und so war der HALLIGALLIHÜTTENGAUDI-Abend am Samstagabend die lustigste Zeit, die ich bisher bei einer Zoomkonferenz erlebt habe. Der Einsatz des Generalsekretärs des CVJM Deutschland (Hansjörg Kopp) und anderer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei verschiedenen Wettkämpfen hat nicht nur die Lachmuskeln großartig trainiert, sondern auch über 1800 € Spenden für ein wunderbares Projekt des YMCA Kolumbiens zusammen gebracht. Damit wird das CVJM-Basecamp 2021 weit über den CVJM in Deutschland hinaus zum Segen für viele Menschen werden.

Es bleibt viel Dankbarkeit, auch für das super Miteinander in unserer 9-köpfigen Delegation, außerdem der Wunsch, dass die guten Impulse Frucht tragen in unserer CVJM-Arbeit und die Hoffnung, das möglichst viele dabei sein können beim großen CVJM-Basecamp 2023 vom 28. April bis 1. Mai.

Die Besteigung eines digitalen 4000er - Die Konfifactory 2021

3 Tage.

Knapp 100 Konfirmanden.

Alle erleben ein gemeinsames Event. Und das jetzt. In den Zeiten einer Pandemie? Eine komplette Freizeit?

Die Tage waren in jeglicher Hinsicht etwas Besonderes. Für drei Tage verwandelte sich die Jugendkirche mitten in Chemnitz zu einem Großraumstudio. In einem Raum eigens für die Regie saßen 5 Leute an den Reglern und nahmen ihren Kampf mit dem Internet auf. Es war wirklich ein Kampf. 5 min. vor der ersten Liveshow stand die komplette Technik Kopf. Der Stream, der noch am Vortag in den Tests problemlos lief, funktionierte nicht mehr. Der Start war damit alles andere als ein gemütlicher Ritt. Aber dann lief es. Und wie es lief. Die MiroBoards wurden gestürmt und die Konfirmanden aus sechs Orten konnten ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Mit kreativen Onlinetools, leidenschaftlichen Mitarbeitern vor Ort und im Studio wollten wir auf vielfältigste Art und Weise die Jugendlichen mit der frohen Botschaft von Jesus erreichen. Haben wir das geschafft? Wir lernen aus unseren digitalen Schritten – und die Konfifactory war eher sowas wie die digitale Besteigung eines hohen Berges – dass wir vollkommen abhängig sind von Jesu wirken. Wir erleben die jungen Menschen nicht vor Ort. Wir erleben nicht, was bei Ihnen passiert. Die Wirkung unseres Handeln sehen wir nicht – zumindest nicht sofort. Wir sind darum in besonderem Maß auf die Rückmeldungen von den Gruppen gespannt. Für uns im Studio war das mehr als nur ein Job. Wir erlebten Anfechtungen, Bewahrungen, intensive Gespräche und Lobpreiszeiten der besonderen Art. Am Ende bleibt eine große Dankbarkeit gegenüber all den fleißigen Mitarbeitenden, ob im Studio oder in den Orten. Danke für all den Einsatz. Auf das es Gott und seiner Ehre dient.

Danke sagt euer
Mathias Andrae

Leiter der Konfifactory 

Die Boosters - CVJM Zwickau und Mathias Andrae starten ein neues missionarisches Projekt auf Instagram und YouTube

 Wie baut man digital Kirche? Haben wir Sehnsucht danach, dass Menschen in ihrem Leben echte Veränderung erleben? Wollen wir digital irgendwie deutlich machen, was wir mit Gott erlebt haben und erleben? Wie erreichen wir die Menschen digital?

Das waren die Fragen, die Chistian Nötzold, Michael Fanghänel und Mathias Andrae dazu gebracht haben, sich die Boosters zu nennen und unter diesem Label Evangelisation im digitalen Raum auszuprobieren. "Wir müssen die Communitys in den sozialen Netzen wirklich leben" sind dabei Statements, die den Anspruch deutlich machen. Am ersten Videoreleasetag gab es gleich einen intensiven Livechat im Anschluss an das Video. Alles, wirklich alles legen die Drei darauf aus, Gemeinschaft persönlich im digitalen Raum zu leben. Jeden Monat soll nun mindestens ein Video erscheinen und dazwischen kräftig Content auf Instagram generiert werden. Wir sind sehr gespannt, wohin dieses Projekt führt.

Inspiration Mentoring 20.03.2021

 Viele junge Menschen wünschen sich Mentoring. Mentoring ist ein wertvolles Werkzeug in der Begleitung von jungen Menschen. Der Mentoring Inspirationstag am 20.03.2021 vom Christlichen Mentoring Netzwerk bietet Dir:

Start-up. Hilfreiche Tools. Input´s. Austausch. Mentoring in der Ausbildung. Und vieles mehr. Du wählst Dir ein Seminar oder einen Workshop 10-12 Uhr oder/und 15-17 Uhr. Nimm mit, was Dich interessiert und melde Dich gleich mal an. 

ausZEIT für Mitarbeitende

digitales Seminar vom 14. - 16 März 2021 

Irgendwie leben wir gerade alle in einer Auszeit. Jede und jeder versucht stets aufs Neue seinen sich permanent veränderten Alltag zu gestalten. Wir laden Dich zu einem Innehalten, einem ausZEIT-Experiment ein. Dazu werden wir Dir einige Impulse geben, um bei Dir selbst und Gott anzukommen. Gesprächs- und Gebetszeiten unterstützen Dich in Deiner individuellen Besinnung.

Wir starten Sonntagabend mit einer Einführung und einem ersten lockeren Kennenlernen. Der Startimpuls am Montag eröffnet Dir die Gelegenheit, um Dich Deiner gewachsenen Stärken bewusst zu werden und dankbar auf das Gewordene deines Lebens und Berufsalltages zu schauen. Am Nachmittag kannst Du für Dich Angefangenes vertiefen - wir stehen Dir im Rahmen von Coachinggesprächen zur Verfügung.

Am Abend gibt es eine Einführung in die STILLE, wofür Du Dir am Dienstagvormittag Zeit schenken darfst. Am Nachmittag rundet ein gemeinsamer Ausklang die ausZEIT ab.

Die Referentinnen begleiten Dich mit dem Angebot von Tageszeitengebeten, geistlichen Impulsen und mittels Coachingelementen, Austauschsequenzen ermöglichen Dir Gedachtes und Erlebtes zu teilen und weiterzuentwickeln. 

Das Wunder der Barmherzigkeit

heart-3147976_960_720 pixabay Jesus Christus spricht: Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist! (Lukas 6,36)

 JAHRESLOSUNG 2021

Eines der schönsten Momente in der Jugendarbeit ist für mich, wenn junge Menschen entdecken, was in ihnen steckt und sie sich mit Leidenschaft für andere oder eine gute Sache investieren.

Dabei gibt es manchmal den Aha-Effekt, dass da mehr Papa oder Mama drinsteckt, als man für möglich hält. Das passiert natürlich auch mir, mit dem Ergebnis, dass dies manchmal überraschend schön, manchmal aber auch einfach erschreckend sein kann. Da gibt es so einige Eigenschaften und Charakterzüge, die ich gerne mit Kusshand übernehme, andere halte ich gerne von mir fern.

Stell Dir vor, Gott ist Dein Vater. Die Bibel beschreibt Gott als Vater immer wieder als BARMHERZIG. Gott als DEIN Vater… Da färbt also diese Barmherzigkeit auf Dich ab? Ist das nicht wundervoll?

Barmherzig ist ein ganz schön altertümliches Wort. Deshalb hier ein kleiner Annäherungsversuch.

Erbarmen 

Die Barmherzigkeit vereint gleich zwei Wesenszüge in sich. Da steckt zunächst das Wort ERBARMEN drin. Dieser Charakterzug berührt mich in dem Leben Jesu besonders. Jesus hat Erbarmen über die Trostlosigkeit und Not der Menschen. Er ist am Abend nicht zu müde, seiner zahlreichen Gefolgschaft zu essen zu geben oder sich dem Blinden am Wegesrand zuzuwenden, fragend, was dieser bedarf und ihn dann zu heilen. Jesus hat sehr oft eine Extra-Portion Mitgefühl und Liebe für die Menschen in seinem Umfeld. 

Herzlichkeit 

Als zweites trägt das Wort Barmherzigkeit die HERZLICHKEIT in sich. Wie bedeutsam ist doch eine wertschätzende Geste eines Menschen, wenn sie von Herzen kommt. Oder einen Platz im Herzen eines anderen Menschen zu haben ist so kostbar. Oder jemand begegnet Dir besonders warmherzig.

Wer sein Umfeld mit einem Blick des Erbarmens, mit der Frage "Was braucht und wünscht sich dieser Nächste?" und einem hingebungsvollen Herzen ansieht, der wird immer eine Gelegenheit finden, dem anderen Gutes zu tun, barmherzig zu sein.

Doch wer kann das schon aus sich selbst heraus? Es ist so unendlich wertvoll, glauben und erfahren zu dürfen, dass Gott für uns sorgt, dass seine Barmherzigkeit kein Ende hat und er sie uns schenken möchte. Barmherzigkeit weicht verhärtete Fronten auf, lässt verwundete Seelen heil werden und öffnet den Blick für den Schöpfer allen Lebens. Unglaubliches wird möglich.

Gottfried Heinzmann und Hans-Joachim Eißler haben über dieses Wunder der Barmherzigkeit (vgl. Lukas 6,36) ein Lied geschrieben, das ich gerne abschließend mit Dir teilen möchte:

Neuer Referent für sportmissionarische Arbeit ab 1. April 2021

Der CVJM-Vorstand hat in seiner letzten Sitzung Thomas Seidel aus Schneeberg zum Referenten für sportmissionarische Arbeit im CVJM Sachsen e.V. berufen. Er wird seinen Dienst am 1. April 2021 aufnehmen. 

Thomas arbeitet zur Zeit als Referent beim SRS e.V. (ehemals Sportler ruft Sportler) und ist mit der Sportarbeit im CVJM-Sachsen schon viele Jahre eng verbunden. Dazu gehört z.B. die Mitarbeit im Sportarbeitskreis und die Verantwortung des Bereiches Volleyball als Volleyballfachwart. CVJM-Luft konnte er auch schon an etlichen anderen Stellen seiner Lebensreise schnuppern. Dazu zählten Praktika beim CVJM Kaulsdorf und CVJM Annaberg, verschiedene Freizeiten, sowie Ausbildungen beim CVJM-Gesamtverband in Kassel.
 

Wir freuen uns sehr, dass wir Thomas für die Arbeit im CVJM-Sachsen gewinnen konnten und sind gespannt auf die Zusammenarbeit. 

Mut zum Teilen

Monatsspruch Dezember: 
Brich dem Hungrigen dein Brot, und die im Elend ohne Obdach sind, führe ins Haus! Wenn du einen nackt siehst, so kleide ihn, und entzieh dich nicht deinem Fleisch und Blut!
Jesaja 58,7

Endlich Adventszeit. Kerzen und Räucherkerzen anzünden und ein bisschen Ruhe und Frieden genießen. Danach sehnen sich viele in diesen besonderen Tagen. Dort wo es uns geschenkt wird, lasst es uns dankbar annehmen.

Gleichzeitig schickt uns der Monatsspruch für Dezember mit einem wichtigen Auftrag in die Adventszeit. Ein Aufruf zum Teilen. 
Gott ruft seine Leute durch den Propheten Jesaja auf, uns daran zu beteiligen, dass ein Ausgleich geschaffen wird zwischen denen, die viel haben und denen, die wenig haben. Es geht dabei um „mein Brot", also mir anvertraute Güter und Möglichkeiten. Sie dürfen zum Segen für andere werden, wenn ich bereit bin zum Loslassen und Teilen. Gaben, die ich empfangen habe werden so zur Aufgabe, um Not zu beseitigen. 

Ich bleibe hängen an der Formulierung „nicht entziehen". Manchmal ist es leichter wegzuschauen und der Not anderer Menschen keinen Raum zu geben im eigenen Fühlen, Denken und Handeln. Der Monatsspruch ist eine Einladung zum Hinschauen und Prüfen: Welche Möglichkeiten habe ich, um zu helfen und zu unterstützen? Ganz sicher: Wir werden beim Loslassen und Teilen selbst beschenkt. Es ist faszinierend in den Versen 8-11 die Verheißungen zu lesen, die Gott an diesen Auftrag knüpft: 

„Dann wird dein Licht hervorbrechen wie die Morgenröte, und deine Heilung wird schnell voranschreiten … Dann wirst du rufen und der HERR wird dir antworten. Wenn du schreist, wird er sagen: Siehe, hier bin ich. Wenn du in deiner Mitte niemand unterjochst und nicht mit Fingern zeigst und nicht übel redest, sondern den Hungrigen dein Herz finden lässt und den Elenden sättigst, dann wird dein Licht in der Finsternis aufgehen, und dein Dunkel wird sein wie der Mittag."

In den nächsten Tagen werden wieder viele Spendenaufforderungen in unser Haus flattern und wir werden mit mancherlei Not konfrontiert werden, die noch immer zu dieser Welt gehört. Manchmal überwältigt mich das, was ich dann sehe und es entsteht das Gefühl vom „Tropfen auf dem heißen Stein". Ich bete, dass uns diese Gedanken nicht blockieren oder lähmen, sondern wir entdecken, wo Gott mit unseren Gaben in dieser Adventszeit andere segnen möchte.

Spenden für Fahrzeug für Youth Alive Ministries (Soweto)

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"Suchet der Stadt bestes"

Monatsspruch Oktober: Suchet der Stadt Bestes und betet für sie zum HERRN; denn wenn's ihr wohlgeht, so geht's euch auch wohl. Jeremia 29,7

Kennt ihr das? Es gibt Worte, die einem einfach immer wieder über den Weg laufen. Dieser Vers aus dem Buch Jeremia ist so ein Wort. Zuerst begegnete es mir in einem CVJM-Ortsverein. Es war ein Leitmotiv für diesen Verein. Das imponierte mir. Ohne die Stelle auch nur irgendwie zu hinterfragen, nahm ich das für mich mit. Als ich später in Jena selbst für den CVJM tätig wurde, machte ich mir ohne langes Überlegen diesen Spruch selbst zum Leitmotiv. Nicht nur in Jena. In jeder Arbeit fand ich kein sinnvolleres Wort, um die Arbeit in Gottes Nähe zu rücken.

Nun ist es Monatsspruch und ich habe mir das dazugehörige Kapitel in der Bibel angesehen. Ich war plötzlich neugierig. Wo steht das eigentlich? Wer sagt das?

Jeremia. Natürlich. Er sagt es den Israeliten zu. Was mir neu deutlich wird: Er sagt es ihnen nicht in ihrer Heimat zu. Er sagt es ihnen dort, wo sie gerade sind – entführt, in der Fremde, entwurzelt.

Es ist faszinierend – er fordert dies von den Israeliten in der Fremde. Das war sicherlich eine bittere Pille. Doch ist es nicht auch heute noch so? Sind wir als Christen nicht auch ein Stück weit in der Fremde? Mir wurde in den letzten Wochen dieser Aspekt noch einmal deutlich. Ich bin vor mehr als 20 Jahren aus Chemnitz fortgegangen. Ich verlies die Stadt, in die ich nun im vergangenen Jahr zurückkehren durfte. Aber es ist nicht diese Stadt, die ich verließ. Die Uhr hat sich weiter gedreht und ich bin ein anderer geworden. Kannte ich früher die Clubs der Stadt, so sind es heute vielmehr die christlichen Gemeinden. Vollkommenes Neuland für mich. So entdecke ich eine Stadt, die mir fremd ist. Ist das nicht bei euch auch so? Sind nicht sogar unsere Heimatstädte ein Stück weit Fremde? Mit Sicherheit – sind doch auch wir nicht länger Bürger dieser Welt, vielmehr Bürger des Himmels. Und als solche können wir diese Aufforderung auch an uns gerichtet erleben:

Für die Stadt / den Ort um uns herum das Beste suchen und für sie beten.

An diese Aufgabe ist auch eine Verheißung geknüpft. Und damit meine ich nicht nur diese kurze Anmerkung, dass es uns dann wohl ergehen würde. Genauer wird Jeremia hier in Vers 11: „Denn ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der HERR: Gedanken des Friedens und nicht des Leides, dass ich euch gebe Zukunft und Hoffnung." Frieden, Zukunft und Hoffnung sind uns gewiss, wenn wir uns auf ihn einlassen. Lasst uns für unsere Kommunen beten!

Funfakt: Vers 11 ist der Ehespruch meiner Frau und mir. 

Versöhnung

Monatsspruch September 2020:
„Ja, Gott war es, der in Christus die Welt mit sich versöhnt hat." 2. Korinther 5,19

Der aktuelle Monatsspruch ist tiefsinnig, vielleicht sogar sperrig, in jedem Fall aber herausfordernd, oder? Sind es nicht alte Worte von früher, aus einer längst vergangenen Zeit?

Mir scheinen diese Worte jedoch aktueller denn je. Menschen stehen sich unversöhnlich gegenüber. Der falsche …ismus des Anderen macht ihn zum Feind. Die Sprache der …isten wird immer hasserfüllter und ist voller Gewaltfantasien. Gefordert werden bereits Internierungslager für Andersdenkende. Unversöhnlichkeit ist ein Kennzeichen der gegenwärtigen Zeit. Zwischen den Menschen und auch in ihnen sind tiefe Gräben. Von einem allmächtigen Gott haben sich die meisten längst emanzipiert. Doch dieser allmächtige Gott ist auch ein liebender Gott. Er hört auch heute nicht auf, „seine Menschen" zu lieben.

Aber wo ist Gott bei all dem menschlichen und manchmal unmenschlichen Treiben? Oft wird er von Menschen in ihrem Denken und Tun ignoriert. Manchmal berufen sich Menschen in ihrem Hass auf ihn, das finde ich noch erschreckender. In meinem Leben ist Gott gegenwärtig. Ich bin schwach genug, ihn zu brauchen und erfahre ihn als lebendigen Gott.

Wie kann Gott das zulassen? Diese uralte Frage ist immer noch aktuell und es gibt keine einfache Antwort. Manche Menschen gehen zornig los, zünden Kirchen an oder greifen sein Bodenpersonal an. Gott wird zum Feind erklärt.

Aber Gottes Plan der Liebe gilt auch heute noch. Und er gilt allen Menschen, den Corona-Kranken und den Corona-Leugnern. Bei Gott zählen schwarze Leben ebenso wie die alter weißer Männer. Jesus Christus, der Sohn Gottes, ganz Mensch und ganz Gott, ist sein Plan. Diese für viele törichte Botschaft vom Kreuz ist die frohe Botschaft: Jesus hat etwas für dich getan! Er trägt Leiden, Schmerz und Tod. Er ist als der Auferstandene Sieger. Durch ihn ist neues, versöhntes Leben möglich- auch und gerade in der Unversöhnlichkeit dieser aktuellen Welt!

Eine aus den Fugen geratene Welt braucht Versöhnung mit sich selbst, braucht Frieden mit sich selbst. Jeder Einzelne von uns braucht diesen Frieden, damit das Leben gelingt.

Gott will, dass unser Leben gelingt. Für ihn sind wir seine Kinder, als Vater streckt er uns immer wieder die Hand zur Versöhnung aus. Gelingendes Leben wird im Herzen verhindert. "Das Herz des Problems ist oft das Problem des Herzens", wie ich es mal bei Johannes Hartl gelesen habe.

Gott aber sieht unser Herz an. Er kennt unsere Unfähigkeit, uns mit unserem eigenen Leben und mit unseren Beziehungen zu versöhnen. Durch Jesus ruft er uns zu: „Komm zu mir, kehre um, gib mir deine Schuld, deine Scham, deine Sorgen. Ich habe sie für dich am Kreuz getragen - damit dir vergeben wird. Ich gebe mein Leben, damit du leben kannst. Du darfst mir vertrauen, an mich glauben! Ich gebe dir Frieden, mit dir, in deinen Beziehungen und Frieden zu Gott. Auch du darfst ihn "Himmlischer Vater" nennen!

In seiner Allmacht gewährt uns Gott Freiheit und in seiner Gnade Glauben. Ich wünsche uns, dass wir die Gabe des Glaubens an einen allmächtigen, liebenden Gott annehmen können. Ich wünsche uns, dass wir uns in aller Freiheit zu Jesus, dem Christus, unserem Erlöser und Friedensgeber hinwenden können. Möge Versöhnung geschehen, in mir, zu meinem Nächsten, mit Gott. Soli Deo Gloria! 

Gestärkt unterwegs

Monatsspruch Juli:
Der Engel des Herrn rührte Elia an und sprach: Steh auf und iss! Denn du hast einen weiten Weg vor Dir. 1.Könige 19,7

Ausflüge in die Sächsische Schweiz sind für uns als Familie etwas wirklich Schönes. Aber oh weh, wenn wir nicht genügend Proviant eingepackt haben. Dann kann es ziemlich anstrengend werden. Die Nerven liegen vor allen Dingen bei den Kindern bald blank.

Ganz ähnlich ist es doch auch, wenn wir vor größeren Herausforderungen egal welcher Art stehen. Wenn wir da im Vorfeld nicht gut genug auf unseren Energiehaushalt geachtet haben, ist das Scheitern schon beinahe vorprogrammiert.

Der alttestamentliche Bibelvers aus 1. Könige 19 beschreibt genau diesen Zusammenhang.

Ein Bote Gottes begegnet Elia und erinnert ihn, für sich zu sorgen. Dieser hat einen langen Weg vor sich. Gott selbst sorgt für Elia. Er kennt und weiß um seine Bedürfnisse.

Welche Aufgabe steht bei Dir an? Welches Wachstum strebst Du an? Welche Veränderung möchtest Du bewirken? Ganz egal was es ist: Wichtig erscheint mir, dass Du und ich uns dafür zurüsten lassen. Zeit für ein gesundes Frühstück, Zeit für eine emotionale und geistliche Stärkung, Zeit für Frühsport oder einen Spaziergang oder, oder, oder…

Manchmal denken wir zu kurz. Mich hat sehr nachdenklich gestimmt als ich von Evelyne Bisnack, der ersten alleinbesteigenden Schweizerin auf dem Mount-Everest hörte, dass die meisten Bergsteigende nicht bei ihrem Aufstieg straucheln, sondern bei ihrem Abstieg. Haben wir unsere Ziele über die „Bergspitze" hinaus im Blick oder denken wir manchmal zu kurz? Wie bedeutsam sind da doch Atempausen, Sonntage, Auszeiten, Zeiten der Stille und des Regenerierens, des Feierns und Essens.

Gott segne und stärke Dich auf deinem Weg! 

"Gott sei Dank" - Neues Graffiti am Schuppen A

"Gott sei Dank" ist seit vergangenem Wochenende in Großbuchstaben am "Schuppen A" in Dresden zu lesen. Von der Elbe aus gut sehen, erstrahlt der Schriftzug als Graffitiwerk in vielen bunten Farben. Wer genauer hinschaut entdeckt in den großen Buchstaben eine Menge Gründe Gott dankbar zu sein. Genau dazu möchte das Graffiti anregen. Gestaltet wurde es von einem Team junger Leute im Rahmen des Kreativwochenendes vom 19.-21. Juni 2020 auf dem CVJM-Schiff. Unter der Leitung von Marcel Bretschneider aus Meißen wurde zunächst gemeinsam am Konzept gefeilt. Danach wurden die Ideen mit viel Leidenschaft und Liebe zum Detail umgesetzt. Dieses Kunstwerk lohnt sich auf jeden Fall einmal aus der Nähe anzuschauen!

Jung. Mutig. Verantwortlich.

Ein bekannter ähnlich klingender Slogan lautet "Jung. Dynamisch. Mit 20-jähriger Erfahrung". Mit einem Augenzwinkern spielt er auf die überzogenen Anforderungen in vielen Stellenbeschreibungen an. Das CVJM-Magazin 4/2020 möchte verdeutlichen, dass im CVJM genau das Gegenteil das Ziel ist. Es erzählt Geschichten von jungen Menschen, die ohne 20-jährige Erfahrung mutig und leidenschaftlich in ihrem CVJM Verantwortung übernommen haben. Es möchte die ältere Generation ermutigen, die Verantwortung getrost weiterzugeben mit dem Wissen, dass ein Generationswechsel dem Verein neuen Schub durch neue Ideen geben kann, ohne die Errungenschaften und Leistungen der bisherigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schmälern. Unser Referent Mathias Andrae schreibt im Editorial dazu:

Liebe Leserin, lieber Leser,
meine Jugend begann Mitte der 90er und endete 2012 mit der Gründung meiner Familie. Fast 20 Jahre lang konnte ich in unserer Gesellschaft den Freiraum für Jugend erleben und auskosten. Danke! Die Themen, die mich dabei beschäftigten, waren ganz unterschiedlich. Musik, Drogen, Freundschaft, Liebe, Hass, etwas erschaffen, zerstören, umbauen und dabei immer wieder: mich ausprobieren, Grenzen kennenlernen und überschreiten, neue Wege finden. Dank dieser meiner Gesellschaft hier in Deutschland war für mich vieles möglich und das bestimmt besser als anderswo.
Ein Ort ist mir bei all dem immer wieder hängen geblieben: mein CVJM. Der CVJM war meine erste Adresse, als es um einen Konflikt mit dem Gesetz ging. Der CVJM war es, in dem ich Verantwortung für mein Leben übernahm. Der CVJM war es, in dem ich meine Beziehung zu Jesus Christus fand und letzten Endes war es auch der CVJM, der mich zum ersten Mal Verantwortung für andere Menschen übernehmen ließ. Ich bin vielleicht eine typische Geschichte von dreieckigen Blutkörperchen.
Als Quereinsteiger aus einer kommunistischen Familie zum Glauben zu finden – dafür steht CVJM genauso, wie für Menschen, die aus christlichem Elternhaus mit dem CVJM gemeinsam unterwegs die Welt und ihren Platz darin entdecken. Ich bin dankbar für dieses rote Dreieck mit dem schwarzen Balken, dankbar, dass es seine Idee ist, Jugendliche das Leben mit Jesus teilen zu lassen.
Diese Ausgabe nimmt euch mit zu den Jugendlichen, die ähnlich erleben dürfen wie ich. Sie nimmt euch mit zu den verschiedensten Arten von Verantwortungsübernahme und sie konfrontiert euch mit dem, was immer wieder im Weg zu stehen scheint.
Ich wünsche euch viel Freude beim Lesen und die Gewissheit über den, der für uns alle Verantwortung getragen hat – Jesus Christus
Euer Mathias Andrae

#CVJMzuhause - DIE SHOW

Zur Primetime am Samstag, den 6. Juni feiern wir gemeinsam den 176. CVJM-Geburtstag des weltweiten YMCA - und das als Livestream-Abendshow zu Hause am Sofa! 

Mit dabei u.a. der neue Präses des CVJM-Deutschland (Steffen Waldminghaus), der Generalsekretär vom World YMCA (Sanvee Madjri Carlos) und der The Voice of Germany Gewinner von 2018 Samuel Rösch. Sei dabei! Am 6. Juni um 20:15 Uhr.

https://www.youtube.com/watch?v=PWmyLitLbr0&feature=youtu.be 

Der Blick ins Herz

Monatsspruch Juni: 
"Du allein kennst das Herz aller Menschenkinder." 1.König 8,39

Stell Dir vor, wir könnten in jeder Begegnung mit einem Menschen sofort sehen, was in dieser Person im Innersten vor sich geht. Wir könnten die Gefühle wahrnehmen und alle Gedanken wären voreinander offen. Wäre das super? Vielleicht manchmal interessant, aber insgesamt würde es uns wohl eher überfordern im Umgang miteinander. Für Gott ist diese Art der Wahrnehmung Realität. Wenn er auf uns schaut, blickt er durch zu dem innersten Ort unseres Wesens. Nichts ist ihm verborgen. Er kennt unser Herz und interessiert sich für das, was wirklich ist. Dieser Gedanke hat eine sehr tröstliche Dimension, manchmal spüre ich aber auch Scham deswegen. Aber nichts davon überfordert Gott. Er hat ein großes Interesse daran, dass aus unserem innersten Zentrum ein heiler und gute Ort wird, denn er weiß, dass daraus „das Leben quillt" (Sprüche 4,23). Viele Bibelstellen beschreiben, wie Gott an unserem Herzen heilend und erneuernd wirken kann und möchte (z.B. Hesekiel 36,26; Psalm 147,3). Innerbiblisch läuft für mich alles auf die Aussage zu, das Jesus selbst in unserem Herzen wohnen will (Epheser 3,17) und dort als Gestalter und Erneuerer die Schaltzentrale unseres Lebens führt.

Gerade in Zeiten, wo mein Herz zum Schlachtfeld für verschiedene innere Kämpfe wird und manche Wunde entsteht, bin ich so dankbar, dass Jesus dorthinein Worte der Liebe, des Friedens und der Korrektur spricht, damit mein Herz weich und formbar bleibt. 

​"Komm, o mein Heiland Jesu Christ, meins Herzens Tür dir offen ist. Ach zieh mit deiner Gnade ein; dein Freundlichkeit auch uns erschein. Dein Heilger Geist uns führ und leit den Weg zur ewgen Seligkeit. Dem Namen dein, o Herr, sei ewig Preis und Ehr."​

Vorsicht KREUZung!

 Eine Einladung des BRUNNEN e.V. zu einem kleinen Pilgerweg

Zeit für dich. Zeit zum Beten, auf Gott zu hören. Zeit zum Entspannen, den Sommer auf besondere Weise zu genießen.

Du gehst in aller Ruhe einen ausgeschilderten Weg durch die Natur. Unterwegs triffst du auf einzelne Impulse, die dir helfen, zur Ruhe zu finden, die Gedanken zu ordnen, innerlich bei Gott anzukommen und ihm zu begegnen.

Du hast ein Begleitheft und eine kurze Einführung. Du bestimmst, wie lange du brauchst.
Entweder wählst du die kleine Runde (2-3 Stunden) oder die große Runde (4-6 Stunden).

Im Zeitraum vom 29. Mai – 14. Juni 2020 suchst du dir deinen Tag und deine individuelle Startzeit aus.
Anmeldung am besten per Telefon. 036608 65910

Toll ist es auch, als Paar zu gehen und im Anschluss daran sich auszutauschen. Es waren auch schon Familien unterwegs.
Schau einfach, was für dich passt.

Das BRUNNEN-Team freut sich auf DICH! 

Ich kenne jetzt meine Stärken

Es war eines der schönsten und erlebnisreichsten Jahre meines Lebens. Mal kein Unterricht oder stumpfes Auswendiglernen. Einfach machen. Plötzlich kam ich mir so erwachsen vor. Wusste von einem Tag auf den anderen, was ich will. Oder auch nicht will. Jeder Tag war anders. Immer wieder wurde ich vor neue Herausforderungen gestellt. Durfte Kindern helfen, ihnen Dinge erklären. Konnte bei ihrem Alltag in Krippe, Kita oder Hort dabei sein, ihn mitgestalten und meine Ideen einbringen. Ich habe ihre Entwicklung gesehen, ob Laufen lernen oder den eigenen Namen schreiben können. Ich habe so viele Erfahrungen gesammelt und so viele unterschiedliche Menschen kennengelernt. Die Kollegen, die Kinder oder die vielen anderen Freiwilligen in den Seminaren, sie alle haben mich auf ihre Weise geprägt und begleitet.

Auch meinen Traumberuf habe ich gefunden und bin jetzt auf dem Weg, Erzieherin zu werden. Dieser Wunsch war auch der Grund, ein FSJ zu machen. Ich wollte mich ausprobieren. Wollte mich und meine Grenzen neu kennenlernen. Ich habe immer wieder gemerkt, wo meine Stärken liegen. Auch meine Schwächen kenne ich jetzt mehr und kann besser mit diesen umgehen.

In den Seminarwochen triffst du auf deine Mitfreiwilligen, tauschst Erfahrungen aus, kannst sein wie du bist und findest immer ein offenes Ohr. Kannst Fragen stellen und Probleme diskutieren. Erhältst Tipps und Tricks im Umgang mit Kindern und Jugendlichen, beim Finden von Studium oder Beruf. Erlebst und lernst so viel mit ihnen. Dabei entsteht auch die eine oder andere Freundschaft. Immer ging ich fröhlich, voller neuem Wissen und mit einem weinenden Auge nach Hause.

Ich habe es nie bereut, eine Pause zwischen Schule und Ausbildung zu machen. Du wirst es auch nicht. Nutze das Jahr. Es ist dein Jahr. 

​Nina Roscher
Kindergarten "Spatzennest" Neudorf

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