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Neues aus dem CVJM Sachsen

Versöhnung

Monatsspruch September 2020:
„Ja, Gott war es, der in Christus die Welt mit sich versöhnt hat." 2. Korinther 5,19

Der aktuelle Monatsspruch ist tiefsinnig, vielleicht sogar sperrig, in jedem Fall aber herausfordernd, oder? Sind es nicht alte Worte von früher, aus einer längst vergangenen Zeit?

Mir scheinen diese Worte jedoch aktueller denn je. Menschen stehen sich unversöhnlich gegenüber. Der falsche …ismus des Anderen macht ihn zum Feind. Die Sprache der …isten wird immer hasserfüllter und ist voller Gewaltfantasien. Gefordert werden bereits Internierungslager für Andersdenkende. Unversöhnlichkeit ist ein Kennzeichen der gegenwärtigen Zeit. Zwischen den Menschen und auch in ihnen sind tiefe Gräben. Von einem allmächtigen Gott haben sich die meisten längst emanzipiert. Doch dieser allmächtige Gott ist auch ein liebender Gott. Er hört auch heute nicht auf, „seine Menschen" zu lieben.

Aber wo ist Gott bei all dem menschlichen und manchmal unmenschlichen Treiben? Oft wird er von Menschen in ihrem Denken und Tun ignoriert. Manchmal berufen sich Menschen in ihrem Hass auf ihn, das finde ich noch erschreckender. In meinem Leben ist Gott gegenwärtig. Ich bin schwach genug, ihn zu brauchen und erfahre ihn als lebendigen Gott.

Wie kann Gott das zulassen? Diese uralte Frage ist immer noch aktuell und es gibt keine einfache Antwort. Manche Menschen gehen zornig los, zünden Kirchen an oder greifen sein Bodenpersonal an. Gott wird zum Feind erklärt.

Aber Gottes Plan der Liebe gilt auch heute noch. Und er gilt allen Menschen, den Corona-Kranken und den Corona-Leugnern. Bei Gott zählen schwarze Leben ebenso wie die alter weißer Männer. Jesus Christus, der Sohn Gottes, ganz Mensch und ganz Gott, ist sein Plan. Diese für viele törichte Botschaft vom Kreuz ist die frohe Botschaft: Jesus hat etwas für dich getan! Er trägt Leiden, Schmerz und Tod. Er ist als der Auferstandene Sieger. Durch ihn ist neues, versöhntes Leben möglich- auch und gerade in der Unversöhnlichkeit dieser aktuellen Welt!

Eine aus den Fugen geratene Welt braucht Versöhnung mit sich selbst, braucht Frieden mit sich selbst. Jeder Einzelne von uns braucht diesen Frieden, damit das Leben gelingt.

Gott will, dass unser Leben gelingt. Für ihn sind wir seine Kinder, als Vater streckt er uns immer wieder die Hand zur Versöhnung aus. Gelingendes Leben wird im Herzen verhindert. "Das Herz des Problems ist oft das Problem des Herzens", wie ich es mal bei Johannes Hartl gelesen habe.

Gott aber sieht unser Herz an. Er kennt unsere Unfähigkeit, uns mit unserem eigenen Leben und mit unseren Beziehungen zu versöhnen. Durch Jesus ruft er uns zu: „Komm zu mir, kehre um, gib mir deine Schuld, deine Scham, deine Sorgen. Ich habe sie für dich am Kreuz getragen - damit dir vergeben wird. Ich gebe mein Leben, damit du leben kannst. Du darfst mir vertrauen, an mich glauben! Ich gebe dir Frieden, mit dir, in deinen Beziehungen und Frieden zu Gott. Auch du darfst ihn "Himmlischer Vater" nennen!

In seiner Allmacht gewährt uns Gott Freiheit und in seiner Gnade Glauben. Ich wünsche uns, dass wir die Gabe des Glaubens an einen allmächtigen, liebenden Gott annehmen können. Ich wünsche uns, dass wir uns in aller Freiheit zu Jesus, dem Christus, unserem Erlöser und Friedensgeber hinwenden können. Möge Versöhnung geschehen, in mir, zu meinem Nächsten, mit Gott. Soli Deo Gloria! 

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