Skip to main content

News

Neues aus dem CVJM Sachsen

Fastenzeit: Gott in der Stille

Die Faschingstage liegen hinter uns. Feiern, lachen, lustig beisammen sein und noch einmal richtig reinhauen, bevor die Zeit des Verzichts beginnt. Jetzt kommt sie – die Fastenzeit. Und mit ihr bei vielen von uns der Verzicht: Für die Bikini-Figur. Für die Gesundheit. Zum Entschlacken. Zum Besinnen. Und was nun?

Wie schaffe ich es eigentlich, in all dem Sturm meines Alltags innezuhalten? Zwischen dem "Ich muss noch schnell …", dem "Nur noch kurz …" und dem "Ach, das auch noch …?" Wie komme ich ganz bei mir an – und ganz bei Gott? In 1. Könige 19 begegnet der Prophet Elia Gott.
Er selbst steht innerlich im Sturm. Er ist erschöpft und am Ende seiner Kräfte.

Und dann erlebt er: Ein gewaltiger Sturm kommt – doch Gott ist nicht im Sturm. Ein Erdbeben erschüttert die Erde – doch Gott ist nicht im Erdbeben. Ein Feuer lodert – doch Gott ist nicht im Feuer. Dann ist da ein leises Säuseln, ein stilles, sanftes Wehen. Dort ist Gott. Nicht im Lauten. Nicht im Spektakulären. Nicht in dem, was wegfegt oder durchschüttelt und Angst macht. Gott ist in der Stille.

Genau hier liegt der eigentliche Sinn der Fastenzeit. Fasten kann mehr sein, als auf Süßigkeiten oder Alkohol zu verzichten. Es kann eine Einladung sein, stiller zu werden. Verzichte doch einmal auf Lärm. Auf Dauerbeschallung. Auf das ständige Scrollen durch Nachrichten, WhatsApp, Shorts und Reels. Nicht aus Pflichtgefühl. Sondern um Raum zu schaffen. Gott ist da zu hören, wo ich still werde. Wo ich das Handy weglege. Wo ich hinausgehe in die Natur, ins Sonnenlicht. Wo ich einmal bewusst atme. Wo ich in mich hineinhorche – und in die Stille hineinlausche.

Was hat Gott mir zu sagen? Was geht in meinem Inneren eigentlich vor? Wo bin ich müde geworden? Wo brauche ich neue Kraft? Elia musste lernen: Gott schreit nicht gegen den Sturm an. Er wartet in der Stille. Vielleicht ist diese Fastenzeit eine Einladung, genau diesen Ort zu suchen. Nicht im "noch mehr", sondern im "weniger". Nicht im Lärm, sondern im leisen Säuseln. Und vielleicht hören wir dann ganz neu Gottes Stimme.

Mitten im Dunkel wächst das Licht

Für euch aber, die ihr meinen Namen fürchtet, wird die Sonne der Gerechtigkeit aufgehen und ihre Flügel bringen Heilung.

Maleachi 3,20

Die Tage werden immer kürzer. Draußen wird es immer spät hell und früh dunkel. Kaum ist der Ewigkeitssonntag verklungen, leuchten in unserem Dorf nun endlich die ersten Lichter: Schwibbögen in den Fenstern, Sterne, Lichterketten in den Gärten. Wir schmücken und lichteln, weil wir es warm und hell haben wollen – gerade, wenn es draußen dunkel, nass und kalt wird.

Inmitten dieser wachsenden Dunkelheit spricht uns der Monatsspruch aus Maleachi 3,20 an: "Für euch aber, die ihr meinen Namen fürchtet, wird die Sonne der Gerechtigkeit aufgehen…"

Mein erster Impuls: Noch ist es dunkel. Noch ist es kalt. Noch ist nichts zu sehen von der angekündigten Helligkeit… Und doch sagt Gott: Die Sonne wird aufgehen, sie macht sich schon auf den Weg. Nicht irgendeine flackernde Kerze im Fenster, nicht eine matte Lichterkette im Baum – die strahlende Sonne der Gerechtigkeit: ein Licht, das wärmt und alles mit Helligkeit durchflutet, ein Licht, das bis in die dunklen Ecken meines Lebens vordringen möchte.

Doch Gott spricht erst einmal in die Dunkelheit hinein:
"Für euch wird die Sonne aufgehen."

Er verheißt kein sofortiges Ende der Dunkelheit, aber er verkündet das Herannahen eines neuen Lichts. Die Sonne der Gerechtigkeit ist im Kommen – bald feiern wir Jesu Geburt. Und mit ihr auch Heilung: für das, was belastet, verletzt und müde macht.

Wenn wir also unsere Lichter einschalten und anzünden, können wir uns daran erinnern:
Gottes Licht ist stärker als jede Dunkelheit.
Und so folgt auf diese Verheißung Jesus selbst, der spricht:
"Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben." (Johannes 8,12)

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Die gewonnenen Informationen sind anonymisiert (z.B. wird Ihre IP-Adresse gekürzt), sodass keine Rückschlüsse auf Ihre Person möglich sind. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.