„Wir haben doch nichts in Brandenburg“ – ein Reisebericht

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CVJM Luckau

Während dieser vergangenen ca. 33 Stunden haben wir viel Zeit gehabt, um tolle Projekte der offenen Kinder- und Jugendarbeit in Brandenburg kennenzulernen, Gemeinschaft zu erleben und zu reflektieren, was uns ganz persönlich eigentlich an der christlichen pädagogischen Arbeit so wichtig ist. Obgleich bloß die Hälfte unserer Truppe das erste Ziel erreichte, haben wir tapferen und kälteresistenten Kaffefreundinnen uns davon nicht entmutigen lassen und konnten ab dem zweiten Treffpunkt, im wunderschönen Luckau, unsere Reise gemeinsam fortführen.

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Heilsarmee Guben

Wir haben schließlich in jedem Projekt unglaublich positive und optimistische Mitarbeiterinnen und  Mitarbeiter kennengelernt, die trotz mancher Probleme, herausfordernder Rahmenbedingungen und fehlender Unterstützungen ihr Möglichstes versuchen, um Kindern und Jugendlichen sowie Familien in sozialen Brennpunkten ein Halt zu sein. Sei es nun durch mobile Spielplatzarbeit, eine kostenlose  warme Mahlzeit, Spiele oder Gemeinschaft: In jedem dieser fünf Projekte geben Christen täglich alles, um Nächstenliebe zu leben. Dabei hat wohl jeder von uns mindestens einen Moment erlebt, der ihn zum Nachdenken anregte oder motivierte, einige Ideen und Grundsätze selbst auch umzusetzen.

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„Dumm?!“

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Don Bosco Haus

Zudem waren wir mehr als glücklich, als wir feststellten, dass Brandenburg, entgegen einiger absurder Behauptungen, tatsächlich eine beachtliche Anzahl asphaltierter Straßen und diverse kulinarische Versuchungen vorweisen konnte. Wir haben durch die intensiven Gespräche mit den Pädagogen der Projekte andere Konzepte erlebt und unsere eigenen kritisch hinterfragt, was doch den einen oder anderen nachdenklichen Moment schaffte. Allgemein jedoch hat stets auch intensives Lachen unsere Zeit begleitet und uns alle einen Schritt näher an einen ansehnlichen Waschbrettbauch gebracht. Ich glaube, ich spreche für alle Teilnehmer dieser Tour, dass diese zwei Tage uns im Glauben hat wachsen lassen und für Neues motiviert hat. Zum Schluss soll dieses schöne Zitat uns daran erinnern, dass der Weg das Ziel ist: „Verkündigt das Evangelium, und wenn es nötig sein sollte, dann auch mit Worten.“ (Papst Franziskus)

Text: Jenny Henne, Praktikantin im CVJM Dresden / Upstairs

Über Lydia Schädlich

Als Referentin im CVJM Sachsen bin ich vor allem für die Bereiche FSJ und Jugendsozialarbeit unterwegs. Junge Menschen auf einem sehr prägenden Stück Lebensweg zu begleiten, zu beraten, sie zu fördern und herauszufordern, ist mein Herzensanliegen für diese Arbeit. Mir ist es wichtig, Menschen als ganzheitliche Geschöpfe Gottes zu sehen, ihnen in ihrer aktuellen Lebenssituation zu begegnen, ihre Ressourcen und Begabungen zu erkennen und zu fördern. In der Jugendsozialarbeit möchte ich Haupt- und Ehrenamtliche in dieser Arbeit unterstützen und ein offenes Ohr für ihre Anliegen haben. Ich freue mich, dass wir als Christen im CVJM gemeinsam unterwegs sind, um in dieser Welt an verschiedenen Stellen Licht zu sein.

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