Wenn wir ans MissioCamp denken…

882444feada2b2623a70650d7e43d835_normal…fällt uns als erstes die Gute Gemeinschaft ein. Wir fühlten uns so angenommen, wie wir sind; hier konnten wir wir selbst sein und mussten uns nicht verstellen. Wir sind eine große Familie mit vielen bekannten Leuten aus der Region, aber auch neuen Gesichtern. Die Mitarbeiter waren überaus symphatisch und man merkte sofort, dass man willkommen ist.

Das MissioCamp ist für uns eine Tankstelle für den Glauben. Wir werden während des Austauschs in der Stillen Zeit und den Seminaren für den Schulalltag gestärkt, denn das Camp ist in der letzten sächsischen Ferienwoche.

Dann müssen wir auch über das Miteinander in der Gemeinschaft reden…

b229b285951fdd6b8867d48fbe937dbf_normalEs gibt 10 Dörfer, die jeweils aus 9 Pipes bestehen. Das sind kleine Plastikcontainer mit zwei Schlafliegen. Klingt komisch, ist aber tausend mal besser als eine Woche im Zelt zu schlafen. Jedes Dorf hat zwei Mitarbeiter als „Bürgermeister“ und „stellvertretender Bürgermeister“ sowie einen kreativen Dorfnamen, der zum Thema passt. Unser Dorf war die „MSC Fantasia“. (Alle Dörfer hatten Namen von großen Kreuzfahrtschiffen.) Wir haben in unserer Freizeit und am Lagerfeuer zusammen geredet, gesungen, gegessen und anschließend unser Geschirr beim Massenaufwasch98c74da2e419502f15b7a92db696d1cd_normal regelmäßig verloren. Bei den ständigen Volleyball- und Soccerspielen auf dem Beachplatz wurde so großer Einsatz gezeigt, dass ein Teilnehmer verletzt im Krankenhaus landete. Im Camp- Bistro wurden wir von den zwei Bistro-Feen immer mit Eis, Kakao und den heiß geliebten 5-Minuten-Terrinen versorgt und konnten quatschen, Spiele spielen und Cocktails schlürfen. Besonders erwähnenswert sind auch die Nächte im Pockautal, die nicht nur mit niedrigen Temperaturen, sondern auch mit Teilnehmeraktionen verbunden sind, die aber bisher erfolgreich durch die Nachtwache vereitelt wurden. Diese ist auch für das Wecken mit besonderen Mitteln zuständig wie Labombas, die Hupe einer Diesellok, eine läutende Glocke, Metal-Musik und Mopeds, die über den Platz heizten.

Nach diesen A184fd4defab14d2d1e175cb3cba2898b_normalktionen begann der Tag mit einer Stillen Zeit, in der wir dorfweise Bibel gelesen und uns darüber ausgetauscht haben und überlegt haben, was man davon in den eigenen Alltag mitnehmen und umsetzen kann.

Jeden Vormittag gab es nach dem Start in Tag, bei dem ein Mitarbeiter eine kurze Andacht gehalten hat, Seminare, die die Mitarbeiter oder externe Gäste gehalten haben. Themen waren z.B. „I will follow – Bedingungslose Nachfolge“, was bedeutet, dass man sich ganz auf Jesus einlassen sollte, ihn über alles andere stellt und sich vorher aller Folgen bewusst sein sollte, bevor man „Ja“ zum Leben mit Jesus sagt. Ganz oder gar nicht. In einem anderen Thema ging es um die vier Punkte und wie ich diese meinen Freunden am besten erzählen kann. Es gibt da ein Armband, auf dem vier Symbole sind, die den Standpunkt des Glaubens zusammenfassen. Wir haben überlegt, was wir persönlich zu diesen Dingen sagen würden und anschließend einen Missionseinsatz gemacht.MC1

Nach den Seminaren ging das Gerangel an den Listen los, in die man sich schnellstmöglich einschreiben wollte. Genau wie bei den Seminaren gab es sehr viel Auswahl und wir konnten uns schwer entscheiden. Doch es war für jeden etwas dabei: Sportliches, Kreatives, Handwerkliches….

Im „Chillen für Anfänger“-Workshop konnten wir uns trotz regnerischem Wetter bei einem Film und gemütlichem Sitz- bzw. Schlafplatz gut entspannen. Bei „Wellness 2.0“ konnten wir unsere Ringkünste im Schlammcatchen beweisen. Auf einer mit Schlamm bedeckten Plane haben wir uns danach mit Mehl, Speisestärke-Matsch und Konfetti beworfen, was eine riesige Sauerei, aber extrem witzig war. Danach haben wir uns im „sauberen“ Pockau-Bach „erfrischt“.

MC2Zum öffentlichen EvEvent, welches ähnlich eines Jugendgottesdienstes war, konnte jeder kommen, auch Freunde und Familie. Coole Moderatoren, Lobpreiszeit, Sitzen auf (un)bequemen Hockern und eine geniale Predigt von Heiko Wetzig sowie die Möglichkeit, sein Leben Jesus zu übergeben, waren ein Teil davon. Außerdem fand jeden Abend die Auswertung der „Challenge of the day“ statt. (Challenge of the day: Eine Tagesaufgabe, die mit dem Dorf gemacht werden musste und anschließend ein Beweisfoto/ -film abgegeben wurde. Wer gewonnen hat, durfte sich einen Tag lang an der Essensschlange vorbei drängeln.) Bei dem Motto „Verträumtestes Dorf“ haben wir uns mit Schlafsäcken in den Wald gelegt, an einem anderen Tag haben wir uns unseren Lieblingsbart angemalt – und natürlich gewonnen. 😉 Umrahmt wurde das Event von der spektakulären Missio-Project-Band, die uns nebenbei mit allerlei Spritzpistolen und Wasserbomben genervt hat.

Als Abschlusskracher jeden Tages gab es ein Nachtprogramm. Einmal mit „Normal Ist Anders“, da ging es ziemlich MC3ab und das ganze Camp hat getanzt. Sie haben sogar ihre neue (unveröffentlichte) Single vorgestellt! An anderen Tagen gab es z.B. einen Film, oder einen Mann, der von seinem Leben erzählt hat.

Ein absolutes Highlight war ein Heiratsantrag. Der erste offizielle, der in den 18 Jahren vor der ganzen Campgemeinschaft gemacht wurde.

Leesha Auerbach (15) und Annalinda Otto (17)

Über Sebastian Gerhardt

Nachdem ich in Thüringen aufgewachsen bin habe ich schon in Niedersachsen, Hessen und in Schleswig-Holstein gewohnt. Nun bin ich seit einigen Jahren in Sachsen. Als gelernter CVJM-Sekretär und studierter Sozialpädagoge bin ich mit dem Herzen bei der Sache, wenn Jugendliche begleitet werden sollen, ihren eigenen Weg zu finden.

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