Vom Ich zum Wir

Als Referententeam freuten wir uns sehr, dass unsere diesjährige CVJM-Hauptamtlichentagung einen so guten Zuspruch gefunden hat. 35 Personen waren der Einladung in den BRUNNEN gefolgt.

Zum Start fiel der Blick auf die eigene Person. Wir sagten uns gegenseitig, wofür der CVJM steht, es entstand ein erstaunlich vielseitiges und buntes Bild.  Anschließend konnte jeder seiner eigenen Geschichte nachspüren und diese mit zwei anderen teilen.

Matthias spielte uns Aussagen von Mitarbeitern der Bibel zu. Besonders herausfordernd war das von Paulus „Weil wir nun wissen, dass der Herr zu fürchten ist, suchen wir Menschen zu gewinnen“. Was machen wir mit unserem Wissen und wie funktioniert das Suchen und Gewinnen? Besonders plastisch wurde es mit einer kleinen Bastelei: Ein Nagel symbolisiert Gott, ein Streichholz den Menschen. Beides wurde mit einem Draht eng an einander gebunden. Je enger der Draht angelegt wurde, desto weniger läuft das Streichholz der Gefahr, gebrochen werden zu können. Die Frage steht: Wie sieht Dein Draht zu Gott aus?

Manchmal laufen wir Gefahr, zu viel Gutes zu wollen. Lydia führte zum Thema Abgrenzung und Grenzen setzen ein. Sie eröffnete eine Werkstatt, in der man individuell oder gemeinsam mit vielen Anregungen weiterdenken konnte. Schließlich gab es auch hierzu eine Reihe von hilfreichen Tipps.

Vor dem Abendbrot kam jeder Verein zu Wort. Es war sehr bewegend und bis erschütternd, was es da an Neuigkeiten gab. Ob es ein abgebrannter Jugendclub war, der Bezug von neuen Räumlichkeiten, ein unerwarteter Todesfall, Mitarbeiterwechsel, die Freude über neue EU-geförderte Projekte oder die Erfahrung mit Flüchtlingen und vieles mehr war.

Zur Abendandacht war es besonders schön, dass wir dieses Jahr im BRUNNEN zu Gast waren, denn der Stall ist der Ort, in dem sich jeden Tag mehrmals Menschen der Lebensgemeinschaft zum Gebet treffen. Hardl teilte mit uns seine Berufungsgeschichte, wir feierten Abendmahl und es war Raum, sich segnen zu lassen. Besonders berührt hat mich, dass sich dabei eine Person zu Jesus bekehrt hat.

Unser zweiter Tag fokussierte den Blick auf mich und andere. Wir haben jede Menge wertvolle Kriterien gesammelt, was ein gutes Team ausmacht neben dem vertiefenden Input dazu.

Zuletzt begrüßten wir Klaus Rudolph und Jan Witza (Landesjugendpfarramt) zum Thema Mitarbeitergewinnung. Jan formulierte die Motive für das Engagement von Mitarbeitern unterschiedlichen Alters prägnant und anschaulich. Es geht um Sinn, Spaß und Verantwortung. Klaus warb u.a. dafür, dass wir selbst der wichtigste Schlüssel sind, junge Menschen zu gewinnen und zu berufen. Es entwickelte sich ein anregendes Gespräch mit den beiden Gästen.

Gefüllt mit vielen Impulsen und zahlreichen Begegnungen machten sich die Teams und Einzelne wieder auf die Heimreise.      

Über uns Maren Schob

Im CVJM ist mein Fokus auf die Mitarbeiter gerichtet. Ich möchte gerne dazu beitragen, dass junge Menschen ihr Potential entfalten können und CVJMs Orte sind, wo Glaube wachsen und Gottes Liebe sichtbar wird. Das nötige Handwerkszeug habe ich in vielfältiger ehren- und hauptamtlicher Arbeit, meiner Ausbildung beim CVJM in Kassel und der Ev. Hochschule für Soziale Arbeit in Dresden erlernt. Als Familie leben wir gerne in Dresden und genießen unsere Freizeit im Grünen und in der Begegnung mit anderen Menschen.

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