Berlin. Kommse rin, könnse rauskieken!

WP_20160413_009Getreu dem Motto „Doppelt hält besser“ fanden wir uns Anfang April zu einem Seminar ein, das sich deutlich von den beiden vergangenen unterschied: in Berlin, einer mehr als doppelt so großen Stadt wie letztes Mal (Dresden), verbrachten wir 10 Tage, doppelt so lange wie bisher, mit doppelt so vielen Menschen – nämlich zwei Seminargruppen (ca. 50 Leute).

Geprägt waren die meisten Programmpunkte vor allem von drei Themen: Geschichte, WP_20160412_004Politik und den 10 Geboten. Was sich im ersten Moment stark nach längst durchgekauten Schulunterricht und Grundlagen-Religionsstunden anhörte, bedeutete für uns überraschend etwas ganz anderes: Umdenken und Dinge aus neuen Blickwinkeln betrachten. In Gesprächen mit einigen Zeitzeugen aus der DDR, die von DSC_0028(1)Flucht, Gefängnisaufenthalten und riskanter Jugendarbeit handelten wurden wir mithineingenommen in persönliche Erfahrungen, Erlebnisse und Empfindungen.

Das „Politische Planspiel“ an einem Samstag, dem wir anfangs alle eher kritisch gegenüberstanden, machte aus Politik, die wir sonst alle mehr oder weniger passiv beobachten, etwas Greifbares, an dem jeder von uns beteiligt war. Unser Fazit des Tages „Politik ist komplizierter als wir dachten!“ klingt zwar nicht besonders spektakulär, rückte unser Bild von Politikern allerdings in ein völlig anderes Licht.
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Auch die Zehn Gebote schienen uns plötzlich viel aktueller als gedacht. Dank der Kreativität einiger Seminarler entstand sogar ein Lied zum Gebot „Du sollst nicht töten“ – ein echter Ohrwurm, wer hätte das gedacht?!DSC_0020(1)
Darüber, ob doppelt tatsächlich besser hält, lässt sich nach wie vor streiten. Ich jedenfalls denke, dass die vielen Eindrücke dieses Seminars bei uns noch eine ganze Weile anhalten werden!

geschrieben von Ronja Unold / CVJM Kiel e.V. / Gruppensprecherin FSJ Gruppe Sachsen 2016