Gott spricht: Ich will unter ihnen wohnen

Monatsspruch November 2017:

„Gott spricht: Ich will unter ihnen wohnen und will ihr Gott sein und sie sollen mein Volk sein.“ Hesekiel 37,27

 

Besucher oder Bewohner?

Ganz klar, da gibt es einen großen Unterschied, ob jemand nur zu Besuch kommt, oder Wohnrecht genießt. Ich empfange sehr gerne Besuch, aber wohnen kann nicht gleich jeder bei mir. Warum? Ein Grund: Wer Mitbewohner ist hat andere Rechte & Pflichten. Wer mich z.B. besucht und dabei feststellt, dass ihm unsere grüne Wohnzimmerwand nicht gefällt, darf das gerne anmerken, aber ich werde deshalb nicht Pinsel und Farbe holen und die Wand anders streichen. Anders verhält es sich, wenn meine Frau dasselbe Anliegen vorträgt. Dann bin ich gut beraten, wenn ich möglichst bald zum Maler werde … Warum? Das hat mehrere Gründe:

  • Weil es unsere gemeinsame Wohnung ist. Dort verbringen wir miteinander viel Zeit und haben ein gemeinsames Interesse daran, dass es ein schöner Ort ist. Da ist mir ihre Meinung sehr wichtig.
  • Weil ich möchte, dass sich meine Frau in unserem Zuhause wohlfühlt. Was ich dazu beitragen kann, möchte ich gerne tun und ihr damit zeigen: Du bist mir wichtig!
  • Meine Frau investiert viel Zeit dafür, dass unser Zuhause ein schöner Ort ist, daran möchte ich mich gerne beteiligen.

Mit diesen Gedanken im Kopf finde ich den Wunsch Gottes stark. Er lässt seinem Volk ausrichten: Ich möchte gerne bei euch wohnen. Ich will euch nahe sein, mit euch Zeit verbringen. Das heißt aber auch: Ich möchte nicht nur für besondere Momente „Besuchsrecht“ haben, sondern Dein Leben mitgestalten.

Paulus betet in Epheser 3,17 einmal für die Christen: „… dass Christus durch den Glauben in euren Herzen wohne …“ Dieses Gebet gilt sicher auch Dir und mir. Ich lese das so: Jesus möchte aus unserem Herzen einen schönen, heilen Ort machen. Dazu wünscht er sich Zugang zu diesem besonderen, unsichtbaren Ort unseres Lebens mit seiner Gedanken- und Gefühlswelt.  Jesus im Herzen wohnen lassen beginnt damit, dass ich mit ihm ehrlich über das rede, was in mir ist und nicht über das, was vielleicht da sein sollte. Er hat manche gute „Farbe“ in mein Leben zu bringen und mit dem Dreck meines Lebens kommt er auch gut klar. Dafür hat er auf Golgatha viel investiert.

Gedanken zum Weiterdenken:

  • Hat Jesus in Deinem Herzen Besuchs- oder Wohnrecht?
  • Was würde Jesus wohl gerne in Deinem Herzen neu gestalten?

Über Matthias Kaden

Zu mir gehören meine Frau Daniela und unsere vier quicklebendigen Kinder. Meine Leidenschaft ist Menschen in Verbindung mit Jesus zu bringen und sie dabei zu unterstützen, ihr Potenzial zu entdecken und einzusetzen. Zuhören, wertschätzen und von Gott und der Bibel her ermutigen & herausfordern ist mir wichtig bei dem was ich tue.

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