Mutig voran!

nachgedacht – Die Andacht zum Monatsspruch Januar 2016

„Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben, sondern einen Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit“. 2. Tim 1,7

Wie in jedem Jahr werden zur Weihnachtszeit die alten Filme ausgepackt. Wer kennt sie nicht, die vielen Verfilmungen darüber, wie der Geist der Weihnacht die Menschen positiv verändert. Mittlerweile zählt der „Herr der Ringe“ auch schon längst zu den Wiederholungen im Fernsehen. Ich finde es dennoch immer wieder sehr beeindruckend und erschreckend zugleich, wie sehr dieses kleine glänzende Ding zu einem so großen Schatz wird, dass es so viele Persönlichkeiten binden und verändern kann und so viele Geister und Kreaturen unter seiner Macht arbeiten.

Ein neues Jahr beginnt und trotz vieler guter Vorsätze sind wir schnell dabei, uns auch von allen möglichen „Geistern“ beeinflussen zu lassen. Hektik oder Genervtheit, Anspannung und Stress, Egoismus und Ehrgeiz bestimmen unseren Alltag. In unserem Leben gibt es eben nicht nur Sonnentage, freudige Ereignisse und glanzvolle Momente. Schicksalsschläge, Probleme, Konflikte, innere und äußere Zwänge machen auch um uns Christen keinen Bogen.

Die Bibel ist voller großartiger Aussagen, Ermutigungen und Hoffnung. Diese gute Botschaft auf verschiedenen Wegen in die große und kleine Welt hinauszutragen geht uns an manchen Tagen sehr leicht von der Hand und von den Lippen. Wer denkt da an Verzagtheit, Feigheit, Mutlosigkeit, Ängstlichkeit oder Wankelmut? Doch dann gibt es eben auch die Tage, an denen uns solche Sätze wie scheinbar leere Worthülsen vorkommen und manch fromme Floskel uns fast verzweifeln lässt. Der Geist der Verzagtheit steckt ab und an in uns allen.

Zu allen Zeiten waren Menschen hin und her gerissen von Fragen und Zweifeln und auch die Mitarbeiter von Paulus waren nicht frei von Mutlosigkeit. Statt der vielleicht erwarteten Vorwürfe und Ermahnungen, die wir in Christenkreisen manchmal allzu gut kennen, kommt Paulus hier mit einer sehr lösungsorientierten Antwort, wo und wie Hilfe erfahrbar wird: durch Gottes Geist.

„Denn der Geist, den Gott uns geschenkt hat, lässt uns nicht verzagen. Vielmehr weckt er in uns Kraft, Liebe und Besonnenheit.“ 2. Timotheus 1,7

Gott hat uns den Geist der Kraft gegeben – eine Kraft, die nicht verletzt, sondern aufhilft und stärkt, voller Dynamik und Bewegung.

Gott hat uns den Geist der Liebe gegeben – eine Liebe, die nicht egoistisch ist, sondern geduldig und hoffnungsvoll.

Gott hat uns den Geist der Besonnenheit gegeben – um selbstkontrolliert, sinnerfüllt, verantwortungsvoll und umsichtig zu handeln und kluge Entscheidungen zu treffen.

„Am Ende wird alles gut und wenn es noch nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende“ – dieser Satz von Oscar Wilde wurde schon in vielen Zusammenhängen zitiert. Wenn Filme Fortsetzungen haben, zeigt sich, dass das Happy End eben doch nur eine Momentaufnahme war. So ist das in diesem Leben, wir sind noch lange nicht am Ende und genau deshalb brauchen wir in dieser Welt auch einen Geist der Unverzagtheit, denn zum Fürchten gibt es genug. Gott führt uns zwar nicht unbedingt um Schaden und Gefahr herum, aber er hat uns ein Versprechen gegeben:

Ich bin immer bei euch, jeden Tag, bis zum Ende der Welt! Matthäus 28,20

Er geht mit uns hindurch und darauf kann ich mich verlassen.

In diesem Sinne wünsche ich euch einen gesegneten Start ins Jahr 2016.