Licht bricht durch in die Dunkelheit

Monatsspruch Dezember 2017:

Unser Gott hat ein Herz voll Erbarmen. Darum kommt uns das Licht aus der Höhe zur Hilfe. Es leuchtet denen, die im Dunkel und im Schatten des Todes leben. Es lenkt unsere Füße auf den Weg des Friedens.

Lukas 1, 78-79

(C) Angelina S../PIXELIOMit jedem Tag im Dezember wird es noch ein bisschen schneller dunkel und noch ein bisschen später hell, die Sonne fehlt und wir sehnen uns nach Licht. Wahrscheinlich ist die Adventszeit auch deshalb voller kleiner Lichter, damit die Dunkelheit irgendwie heimeliger und weniger dunkel erscheint. Manche Menschen müssen im Winter sogar mit speziellen Lampen und Vitamin D nachhelfen, dass ihre seelische und körperliche Gesundheit nicht leidet. Nicht umsonst gibt es die Redensart „Licht ins Dunkel bringen“ oder wir verwenden gern das Wort „Lichtblick“. Menschen brauchen Licht. Wer sich nachts im Dunkel schon mal richtig weh getan oder total verlaufen hat; wer solch dunkle Momente kennt, die einem jegliche Lebenskraft rauben oder kaputt machen, der weiß den Wert des Lichtes zu schätzen. Manchmal braucht es Licht zum Ausleuchten von Dingen, manchmal zum Erkennen und manchmal auch, um ein Licht am Ende des Tunnels zu sehen, damit wir den Lebensmut nicht verlieren.

Wir wissen, in der Advents- und Weihnachtszeit fällt es den Menschen wesentlich leichter, ihre barmherzige Ader zu zeigen. Emotionale Werbevideos, zahlreiche Spendenaufrufe und Aktionen öffnen die Herzen oder zumindest die Geldbörsen der Menschen. Gott braucht diesen Anreiz nicht, denn sein Herz ist voll mit Liebe und Erbarmen. Und weil wir solch einen großen Gott haben, schickt er uns einen Retter, ein Licht als Hilfe. Ein Licht, dass denen leuchtet, die im Dunkel und im Schatten des Todes leben.

Sehr treffend formulierte Martin Luther King folgende Worte:

Finsternis kann keine Finsternis vertreiben.
Das gelingt nur dem Licht.

Hass kann den Hass nicht austreiben.
Das gelingt nur der Liebe.

Hass vervielfältigt den Hass; Gewalt mehrt Gewalt,
Härte vergrößert Härte in einer ständigen Spirale der Vernichtung. …

Die Kettenreaktion des Bösen – Hass, der neuen Hass gebiert,
Kriege, die neue Kriege nach sich ziehen – muss unterbrochen werden.
Sonst werden wir in den Abgrund der Vernichtung stürzen.

Sowohl im wörtlichen, als auch im übertragenen Sinne beinhalten diese Worte tiefe Wahrheit. Gott schickt uns das Licht aus der Höhe zur Hilfe und er lenkt unsere Füße auf den Weg des Friedens. Wir dürfen also in freudiger Erwartungshaltung in diesen Advent gehen, weil wir wissen, dass Gott uns dieses Licht schon geschickt hat – ein guter Grund, darüber nicht zu schweigen.

Über Lydia Schädlich

Als Referentin im CVJM Sachsen bin ich vor allem für die Bereiche FSJ und Jugendsozialarbeit unterwegs. Junge Menschen auf einem sehr prägenden Stück Lebensweg zu begleiten, zu beraten, sie zu fördern und herauszufordern, ist mein Herzensanliegen für diese Arbeit. Mir ist es wichtig, Menschen als ganzheitliche Geschöpfe Gottes zu sehen, ihnen in ihrer aktuellen Lebenssituation zu begegnen, ihre Ressourcen und Begabungen zu erkennen und zu fördern. In der Jugendsozialarbeit möchte ich Haupt- und Ehrenamtliche in dieser Arbeit unterstützen und ein offenes Ohr für ihre Anliegen haben. Ich freue mich, dass wir als Christen im CVJM gemeinsam unterwegs sind, um in dieser Welt an verschiedenen Stellen Licht zu sein.

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