Finsternis – und keiner hatte Licht

Monatsspruch November 2016:  ...und ihr tut gut daran, dass ihr darauf achtet als auf ein Licht, das da scheint an einem dunklen Ort...Monatsspruch für November 2016:
„Umso fester haben wir das prophetische Wort, und ihr tut gut daran, dass ihr darauf achtet als auf ein Licht, das da scheint an einem dunklen Ort, bis der Tag anbreche und der Morgenstern aufgehe in euren Herzen.“ 2.Petrus 1,19

Diese Wanderung werde ich nie vergessen. Wir wollten cool sein und sind zur Nachtwanderung ohne Taschenlampen in unbekanntes Terrain aufgebrochen. Am Anfang war es lustig, bis die ersten Teilnehmer in Löchern hängen blieben, nasse Füße hatten und die Stimmung rapide abnahm. Irgendwann hatten wir Panik. Nur noch Dunkelheit und keine Ahnung wo wir waren, geschweige denn, wie wir wieder nach Hause kommen könnten. Was hätte ich in dieser Situation für eine billige Aldi-Taschenlampe gegeben!

Finsternis ist eine Erfahrung, die uns nicht nur bei gescheiterten Nachtwanderungen herausfordern kann. Finstere Stunden, z.B. das Gefühl von Angst, Ohnmacht oder scheinbarer Ausweglosigkeit gehört zu den düsteren Erfahrungen unseres Lebens. Unsere Welt ist manchmal ein „dunkler Ort“, das wusste schon Petrus. Umso wichtiger ist es ihm, auf ein besonderes Licht zu achten. Schon David schreibt davon im Psalm 119,105: „Dein Wort ist eine Leuchte für meinen Fuß und ein helles Licht auf meinem Lebensweg.“ Zugegeben, nicht jedes Bibellesen erlebe ich als Erleuchtung. Das muss auch gar nicht sein. Aber diese Erfahrung möchte ich nicht missen, dass Worte der Bibel zum echten Lichtblick werden. Sie machen mir Hoffnung und schenken Orientierung. Zurzeit lesen meine Frau und ich jeden Abend gemeinsam einen Psalm. Es ist erstaunlich, in wie vielen Formulierungen wir uns trotz mancher Fremdheit wiederfinden und wie diese alten Worte uns ermutigen und herausfordern.

Wer den Monatsspruch genauer anschaut, stellt fest, dass Petrus bei den „prophetischen Worten“ an ganz konkrete Aussagen denkt. Er hat die Prophezeiungen zur Wiederkunft von Jesus im Blick. Damit erinnert er uns daran, dass wir nicht auf ein ungewisses Ende zu leben, sondern auf ein lohnenswertes Ziel: Für immer mit dem zusammen sein, der von sich sagt: „Ich bin das Licht der Welt“ (Johannes 8,12).

Über Matthias Kaden

Zu mir gehören meine Frau Daniela und unsere vier quicklebendigen Kinder. Meine Leidenschaft ist Menschen in Verbindung mit Jesus zu bringen und sie dabei zu unterstützen, ihr Potenzial zu entdecken und einzusetzen. Zuhören, wertschätzen und von Gott und der Bibel her ermutigen & herausfordern ist mir wichtig bei dem was ich tue.

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