„Gemeinsam unterwegs“ im Jahr 2018

Der Monatsspruch für Januar 2018 steht im 5. Buch Mose  5,14 und lautet:

„Aber am siebenten Tag ist der Sabbat des HERRN, deines Gottes. Da sollst du keine Arbeit tun, auch nicht dein Sohn, deine Tochter, dein Knecht, deine Magd, dein Rind, dein Esel, all dein Vieh, auch nicht dein Fremdling, der in deiner Stadt lebt, auf dass dein Knecht und deine Magd ruhen gleichwie du.“ (LU 2017)

Wir brauchen Gemeinschaft

Wir sind gemeinsam unterwegs und wollen darüber besonders im Jahr 2018 nachdenken. Nun finden wir in unserem Monatsspruch eine Beschreibung von „Weggemeinschaften“: Da wird zunächst die Familie als Lebensgemeinschaft der Generationen benannt (Sohn und Tochter). Dann ist da die Rede von einer Dienstgemeinschaft (Knecht und Magd). Die Mitgeschöpfe, Haustiere als Nutztiere, gehörten damals selbstverständlich dazu. Dann ist da noch der Fremde, der Andere, der auch zu unserer „Stadt“ gehört (Fremdling in der Stadt). Wie ist das mit deiner Beziehung zur Familie, zu deinen Arbeitskollegen, zu anderen Menschen? Warum ist es Gott so wichtig, dass es immer wieder Zeiten der Ruhe, des Anhaltens und Besinnens gibt, nicht nur für den Einzelnen, sondern für alle? Und warum schreibt hier dazu der für Sport und Bewegung zuständige Referent? Lasst uns von Gott und seinem Wort auch 2018 zu guten Fragen inspirieren und gemeinsam Antworten finden!

Wir brauchen Platz in uns

Vom Beginn der Schöpfung steht geschrieben, dass der Geist Gottes über den Wassern schwebte. Um schöpferisch, also kreativ zu sein, bedarf es einer gewissen Leichtigkeit. Da braucht es Freiheit in uns! Zunächst atme ich aus und auf, damit Platz wird in mir. Das erste Einatmen erzeugt den Schrei in uns, ein Ruf formt sich. Gott schafft durch einen Ruf: „Es werde Licht!“ Damit wir also in unserem Leben „Loslegen“ können, brauchen wir Platz in uns, Stille und Klarheit. Mich faszinieren christliche Meditationspraktiken, beispielsweise das „Jesusgebet“ der Ostkirchen im Rhythmus des Atmens oder die Exerzitien nach Ignatius. Entspannung ist gerade im Sport wichtiger denn je. Ein durchtrainierter Sportler hat vor allem einen geringeren Ruhepuls! Entspannungstechniken gehören zum Werkzeug eines Übungsleiters. In unserer Gesellschaft ist die Sehnsucht nach Entschleunigung, nach Wegen zu Phasen der Entspannung riesengroß. Fernöstliche Meditationsformen, verbunden mit der Hinwendung zu den dahinterstehenden Glaubensinhalten, haben deshalb enormen Zulauf. Unsere eigene christliche Tradition wird dabei ignoriert. Körperhaltungen und Körperwahrnehmung ist ja leider auch bei vielen Christen nachrangig.
Genutzt werden meditative Formen von vielen als Form der Selbstverwirklichung. Dabei ist doch in allen Menschen diese Sehnsucht nach einem Gegenüber, eine Sehnsucht nach dem wahren Gott.

Wir brauchen Sonntagsruhe

So sind wir ja auch gedacht: Als Gegenüber in einer Gemeinschaft mit Gott sind wir von ihm geschaffen. Mit dem Gebot eines Ruhetages will Gott uns die Gemeinschaft mit ihm ermöglichen. Diese findet statt, wenn wir zur Ruhe kommen an diesem Tag, wenn Frieden in uns wird. Eine gute Voraussetzung dafür ist ein friedvolles Umfeld. Da ist es ausgesprochen hilfreich, wenn es auch um uns herum etwas entschleunigter zugeht. So kommen wir miteinander, also gemeinsam, zur Ruhe. Familie und Arbeitsumfeld werden in unserem Bibelvers ausdrücklich benannt. Wichtige Bedingung für Frieden in uns sind geklärte Beziehungen zu mir und zu meinen Nächsten. Auch die alltäglichen Aufgaben (früher die Versorgung der Haustiere) sollten erledigt sein. Die Anderen dürfen uns nicht egal sein. Das heißt, auch ihnen ist diese Ruhe, Be-Sinnung und Gottes-Begegnung zu ermöglichen.

Sonntagsruhe ist nicht nur ein Anliegen für Christen, sondern eher eines von Christen für alle.
Ermutigend für mich ist es, dass gerade junge Menschen neu Gottes guten Plan entdecken. Sie finden zu Stille, Gebet und einem entschleunigten Christenleben! Viele Tausende treffen sich zu Gebetskonferenzen, gerade im Januar. Auch wir als Landesverband fangen unser gemeinsames Unterwegssein in diesem Jahr mit einer Zeit des Besinnens und des Betens an. Jesus, dem wir folgen, zeigte uns nicht seine vor Kraft strotzenden Fäuste. Er zeigte und zeigt uns seine offenen, durchbohrten Hände. Mir ist es, als wenn er sagt: „Lass los von deinem Tun – weil ich alles für dich getan habe!“

Es entspannt mich, meinem HERRN und Meister, meinem Freund und Bruder Jesus auch 2018 folgen zu dürfen. Sieben Worte zum Schluss: Ich kann nicht. Gott kann. Lass ihn!

Über Renee Rock

Jesus Christus hat mich befreit und mir einen Neubeginn in meinem Leben geschenkt. Leidenschaft für Jesus als Leidenschaft von Jesus bewegt mich. Sport verbindet Leidenschaft und Bewegung. Im CVJM engagieren sich viele Ehrenamtliche im Sportbereich. Diesen und für andere christliche Sportgruppen stehe ich seit 2007 als Ansprechpartner zur Verfügung. Mein Aufgabenschwerpunkt liegt in Motivation, Koordination, Organisation und Anleitung. Ich freue mich auf Bewegung in Sachsen.

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