Freundliche Worte können zaubern

Monatsspruch Mai:
Eure Rede sei allezeit freundlich und mit Salz gewürzt.“ Kolosser 4,6

Im Hygienemuseum in Dresden läuft gerade eine Ausstellung zum Thema „Sprache“. Sie öffnet auf anschauliche Weise den Blick für die Bedeutung von Worten im menschlichen Miteinander. Worte haben Macht, sie machen etwas mit dem, der sie hört und auch mit dem, der sie ausspricht. Davon wussten schon die Schreiber der Bibel, z.B. der Schreiber des Jakobusbriefes. Mit intensiven Bildern malt er uns vor Augen, wie wichtig es ist, auf das zu achten, was unseren Mund verlässt (Lesetipp: Jakobus 3).

Freundliche Wort tun gut

Der Monatsspruch vom Mai kommt mit wenigen Worten zum selben Thema aus. Kurz und knackig formuliert Paulus zwei Impulse, die wir mutig in unseren Alltag mitnehmen dürfen: „Freundlich“ soll unser Reden sein und „mit Salz gewürzt“. Warum freundlich reden? Eine schlichte alltagsnahe Antwort finden wir im Buch der Sprüche: „Sorgen drücken einen Menschen nieder – aber freundliche Worte richten ihn wieder auf“ (Sprüche 12,25). Freundliche Worte tun gut. Sie können ermutigen und zaubern nicht selten ein Lächeln ins Gesicht, vor allem wenn sie Ausdruck von Respekt, Wertschätzung und Wohlwollen sind. Freundliche Worte bauen Brücken zwischen Menschen und schaffen Vertrauen. Da lohnt es sich zu investieren und für heute ganz konkret zu fragen: Wem kann ich heute noch ein freundliches Wort schenken? Der Einsatz ist oftmals gering. Ein Satz per SMS, per E-Mail oder am Küchentisch kann den entscheidenden Unterschied machen. Wir haben mit unseren Worten die Macht in anderen Menschen Gutes hervorzubringen und zum Segen zu werden. Lasst uns diese Chance und diesen Auftrag neu annehmen.

Reden mit Wirkung

Und was ist mit dem Salz? Mit „Salz gewürzt“ soll unser Reden sein. Ich verstehe diese Aussage als Aufruf gegen belanglose Worte. Wir dürfen Reden mit der Erwartung damit etwas zu bewirken, positiv Einfluss zu nehmen, eben zu würzen. Deshalb braucht es manchmal mutige, offene Worte, die herausfordern und sich einmischen in sinnloses oder destruktives Gerede. Oder, um noch einmal Paulus zu Wort kommen zu lassen: „Lasst kein faules Geschwätz aus eurem Mund gehen, sondern redet, was gut ist, was erbaut und was notwendig ist, damit es Segen bringe denen, die es hören“ (Epheser 4,29).

Nur noch 1000 Worte

Zum Schluss: Ich muss an einen inspirierenden Film denken: „Nur noch tausend Worte“. Ein junger Mann, der redet wie ein Wasserfall, muss plötzlich erkennen, dass er ab sofort nur noch 1000 Worte sprechen kann. Danach ist Schluss. Was macht ein Mensch, der mit diesem Wissen den Menschen in seinem Umfeld begegnet. Na klar, er überlegt sich jedes Wort sehr genau. Wem möchte ich unbedingt noch etwas sagen? Und welche Worte sind unnötig und pure Verschwendung? Ein Film der inspiriert zum bewussten Umgang mit den eigenen Worten – Prädikat: Sehenswert.

Über Matthias Kaden

Zu mir gehören meine Frau Daniela und unsere vier quicklebendigen Kinder. Meine Leidenschaft ist Menschen in Verbindung mit Jesus zu bringen und sie dabei zu unterstützen, ihr Potenzial zu entdecken und einzusetzen. Zuhören, wertschätzen und von Gott und der Bibel her ermutigen & herausfordern ist mir wichtig bei dem was ich tue.

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